Schonfrist für Vorarlberger Biertrinker

Markt / 06.11.2019 • 23:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
 Auch eine Möglichkeit: Wird der Bierpreis höher, werden die Gläser kleiner. APA
Auch eine Möglichkeit: Wird der Bierpreis höher, werden die Gläser kleiner. APA

Größte Brauerei Österreichs erhöht Bierpreis. Vorarlbergs Brauereien ziehen im Frühjahr nach.

Linz, Schwarzach Es braucht nicht viel, um einem österreichischen Biertrinker die vorweihnachtliche Stimmung zu vermiesen. Manchmal nur eine kurze Meldung wie diese: Die Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab 1. Dezember um durchschnittlich 2,5 Prozent. Das betrifft unter anderem die Marken Gösser, Zipfer, Kaiser, Puntigamer, Reininghaus und Wieselburger, die zusammen über fünf Millionen Hektoliter Bier im Jahr absetzen. Die aktuelle Inflation, die Strompreise und die wachsenden Personalkosten würden Mehrkosten verursachen, die man mit Effizienzsteigerungen nur teilweise auffangen könne, begründete das Unternehmen den Schritt.

Osterhase bringt höhere Preise

Die Vorarlberger Biertrinker haben es besser – zumindest einige Monate länger als die Biertrinker östlich des Arlbergs. Sie können ihr Bier noch zum aktuellen Preis bis nächstes Frühjahr genießen. Rund um Ostern aber wird auch im Land das Bier um rund 2,5 Prozent teurer, wie ein Rundruf der VN zeigt. Lukas Dorner, Geschäftsführer der Egger Brauerei, nennt die steigenden Gehälter und höhere Preise für die Rohstoffe als Grund für die Preiserhöhung, die dann statt zu Weihnachten rund um das Osterfest kommt. Zwischen vier und fünf Prozent steigen die Preise bei Bier aus biologisch angebauten Rohstoffen, sagt der Geschäftsführer der Frastanzer Brauerei, Kurt Michelini. Es gebe einfach zu wenig Bio-Gerste und -Hopfen, erläutert er den Preissprung. Und bis diese Engpässe beseitigt sind, dauert es deshalb länger, weil die Hopfenbauern für die Umstellung eine gewisse Zeit brauchen. Außerdem haben die Lohnkosten in kleinen Brauereien einen wesentlich höheren Anteil an den Produktionskosten als bei industriellen Brauereien: „35 Prozent statt 25 Prozent.“

„Im Biobereich gibt es immer noch zu wenig Rohstoffe, das heizt die Preise an.“

Kurt Michelini, Geschäftsführer Frastanzer Brauerei

Noch nicht entschieden über eine Preiserhöhung habe man sich bei Fohrenburger, so der Marketing-Leiter der Bludenzer Brauerei, Thomas Theurer. Und bei der Mohrenbrauerei werde die Erhöhung wohl wie beim innerösterreichischen Mitbewerb bei rund 2,5 Prozent liegen, gibt Mohren-Chef Heinz Huber Auskunft.