Geld für erweiterten Personenkreis

Markt / 12.11.2019 • 19:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Wohnprojekt der Vogewosi in Mittelberg ist ein Beispiel für leistbares Wohnen. vogewosi
Das Wohnprojekt der Vogewosi in Mittelberg ist ein Beispiel für leistbares Wohnen. vogewosi

Bei Wohnbauförderungsrichtlinien 2020/21 werden Einkommensgrenzen angehoben und Energieeffizienz mehr in den Fokus gerückt.

Schwarzach Wohnen soll leistbar sein und Menschen, die Eigentum erwerben oder sanieren, sollen dabei unterstützt werden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, investiert das Land Vorarlberg rund 150 Millionen Euro jährlich in die Förderung des Wohnbaus, 30 Millionen davon in die Wohnbeihilfe. Damit werden Menschen unterstützt, die aufgrund einer Notlage ihre Miete oder die Kreditrate nicht zahlen können.

Nun wurden die Richtlinien für die Wohnbauförderung für die Jahre 2020/21 angepasst, berichten Landeshauptmann Markus Wallner und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. Die drei wesentlichsten Änderungen für den privaten Wohnbau: Durch die Anhebung der Einkommensgrenzen soll die finanzielle Unterstützung insgesamt mehr Personen zur Verfügung stehen. Die Verzinsung wird reduziert, um gegenüber den niedrigen Bankzinsen wettbewerbsfähig zu sein. Zudem wird die Verwendung von Holz und die Energieeffizienz besonders gefördert.

Im öffentlichen Wohnbau gibt es mehr Förderung für integrative und betreute Wohnungen sowie für Not- und Startwohnungen sowie einen Bonus für Wohnungen, die nicht mehr als 8,50 Euro pro Quadratmeter kosten. Insgesamt sollen in Vorarlberg in den kommenden fünf Jahren mindestens 4000 gemeinnützige Wohnungen gebaut werden. Im Bereich Sanierung werden ebenfalls die Einkommensgrenzen angehoben und ein Holz-Bonus ausbezahlt. Zudem kann die Kreditlaufzeit von 20 auf 35 Jahre verlängert werden. 

Baurichtlinien folgen

Nach der Nachjustierung der Wohnbauförderungsrichtlinien folgt als nächster Schritt die Anpassung der Baurichtlinien. Hier soll, so Marco Tittler, die Entschlackung im Vordergrund stehen. VN-reh

Landeshauptmann Markus Wallner und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. vlk
Landeshauptmann Markus Wallner und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. vlk

Änderungen Wohnbauförderungsrichtlinien für 2020/2021

Privater Wohnbau

» Anhebung Einkommensgrenzen: Einpersonenhaushalte von 3100 auf 3250 Euro, Mehrpersonenhaushalte von 5500 auf 5800 Euro monatlich netto

» Reduzierung der Verzinsung des Förderungskredits

» Bonus (100 Euro/Quadratmeter) für „Baugruppenprojekte“

» Höherer Bonus für besonders energieeffiziente und ökologische Gebäude

» Neue Förderung für „regionales Holz“

» Strengere CO2-Anforderungen für gasbeheizte Wohngebäude (können in Verbindung mit größeren Photovoltaikanlagen etwas überschritten werden)

 

Öffentlicher Wohnbau

» Anhebung Förderungssatz für integrative und betreute Wohnungen sowie für Not- und Startwohnungen

» Bonus für kompakte und leistbare Wohnungen mit Maximalmiete von 8,50 Euro/Quadratmeter

 

Sanierung

» Anhebung der Einkommensgrenzen bei Einpersonenhaushalten von 3100 auf 3250 Euro, bei Zweipersonenhaushalten von 5400 auf 5650 Euro und bei Mehrpersonenhaushalten von 6000 auf 6300 Euro monatlich netto

» Anpassung des Wärmedämmwertes für Fenster (U-Wert)

» Bonus für die Verwendung von regionalem Holz

» Alternativ wählbare längere Kreditlaufzeit von 35 statt 20 Jahren

» Erhöhung der Sanierungsberatungsförderung für Eigenheime von 1200 auf 1600 Euro und bei Mehrwohnungshäusern von 3000 auf 4000 Euro.