Wohnbauförderung nun auch für erweiterten Personenkreis

Markt / 13.11.2019 • 07:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Wohnprojekt der Vogewosi in Mittelberg ist ein Beispiel für leistbares Wohnen. VOGEWOSI

Bei Wohnbauförderungsrichtlinien 2020/21 werden Einkommensgrenzen angehoben und Energieeffizienz mehr in den Fokus gerückt.

Schwarzach Wohnen soll leistbar sein und Menschen, die Eigentum erwerben oder sanieren, sollen dabei unterstützt werden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, investiert das Land Vorarlberg rund 150 Millionen Euro jährlich in die Förderung des Wohnbaus, 30 Millionen davon in die Wohnbeihilfe. Damit werden Menschen unterstützt, die aufgrund einer Notlage ihre Miete oder die Kreditrate nicht zahlen können.

Nun wurden die Richtlinien für die Wohnbauförderung für die Jahre 2020/21 angepasst, berichten Landeshauptmann Markus Wallner und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. Die drei wesentlichsten Änderungen für den privaten Wohnbau: Durch die Anhebung der Einkommensgrenzen soll die finanzielle Unterstützung insgesamt mehr Personen zur Verfügung stehen. Die Verzinsung wird reduziert, um gegenüber den niedrigen Bankzinsen wettbewerbsfähig zu sein. Zudem werden die Verwendung von Holz und die Energieeffizienz besonders gefördert.

Im öffentlichen Wohnbau gibt es mehr Förderung für integrative und betreute Wohnungen, für Not- und Startwohnungen sowie einen Bonus für Wohnungen, die nicht mehr als 8,50 Euro pro Quadratmeter kosten. Insgesamt sollen in Vorarlberg in den kommenden fünf Jahren mindestens 4000 gemeinnützige Wohnungen gebaut werden. Im Bereich Sanierung werden ebenfalls die Einkommensgrenzen angehoben und ein Holzbonus ausbezahlt. Zudem kann die Kreditlaufzeit von 20 auf 35 Jahre verlängert werden. 

Baurichtlinien folgen

Nach der Nachjustierung der Wohnbauförderungsrichtlinien folgt als nächster Schritt die Anpassung der Baurichtlinien. Hier soll, so Marco Tittler, die Entschlackung im Vordergrund stehen.