Mit Holz beim Klimaschutz schneller vorankommen

Markt / 18.11.2019 • 11:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bauen mit Holz schafft Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung, sagen die Vorarlberger Zimmerer und fordern eine höhere Quote. RAUCH

Forderung der Zimmerer nach mehr Holzbauten als Beitrag zum Vorarlberger Klimaziel.

Schwarzach Der Vorarlberger Holzbau hat ein Strategiepapier zur Steigerung des Baustoffs Holz im Land ausgearbeitet, das in den nächsten zehn Jahren den Ausbau des nachweislichen Holzbaus von derzeit zwischen zehn und 15 Prozent auf 33 Prozent bis 2029 fordert (die VN berichteten am Samstag). Außerdem solle für alle Bauten, in denen öffentliches Geld stecke, immer auch eine Holzvariante angeboten werden. Das Papier sorgte in der Branche für Aufsehen. Der Schwarzacher Architekt Hermann Kaufmann sagte gegenüber den VN, dass Quoten der falsche Weg seien. Im Grunde aber, so interpretiert Matthias Ammann, Geschäftsführer der Vorarlberger Holzbaukunst, nun Kaufmanns Worte, habe man dasselbe Ziel.

Das Positionspapier der Zimmerer sieht Ammann als Instrument, um Bewusstsein bei Bauherren und in der Öffentlichkeit zu schaffen, denn es sei unbestritten, dass mit dem Baustoff Holz die Klimabilanz deutlich verbessert werden könne. Es gehe nun darum, schneller voranzukommen. Die 33 Prozent seien eine Richtzahl, die, wenn man die Entwicklung beobachte, auch gut erreicht werden könnte, wenn in Vorarlberg und Österreich die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. „Es gibt alte Normen und Vorschriften, die den Holzbau behindern. In anderen Staaten ist man bereits sehr viel weiter, wie große Holzbauten in Frankreich, Deutschland und Großbritannien zeigen.“

Der Holzbau habe schon 2001 auf die C02-Bilanz hingewiesen, weist er von sich, auf den fahrenden Klimazug aufspringen zu wollen. Mit dem Land und der Wirtschaftskammer sei man bei den Gesprächen bereits auf gutem Weg.