Brauerei Fohrenburg: Das ist die bewegte Firmengeschichte

Markt / 20.11.2019 • 14:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Fuhrpark der Brauerei in den 1930er-Jahren.

Übernahme durch den Heineken-Konzern: Wie 1881 alles begonnen hat und wie das Unternehmen heute aufgestellt ist.

Bludenz Nicht weniger als 15 Biersorten werden heute in der Fohrenburg gebraut, dazu kommt noch das alkoholfreie Sortiment von Diezano. Angefangen hat alles im Jahr 1881, als Ferdinand Gasser zusammen mit 11 Gesellschaftern die Bierbrauerei Fohrenburg F. Gassner & Comp unter den Augen des Einhorns aus der Taufe hob. Die Aussichten waren rosig, denn vorderhand schielten die Gründer auf die tausenden Arbeiter, die den Arlberg-Tunnel bauten. Und sie erfüllten sich

Mit 21 Mitarbeitern nahm die Brauerei den Betrieb auf. Bereits ein halbes Jahr später erfolgten Erweiterungen. Die Biererzeugung lag damals schon bei beträchtlichen 800.000 Liter pro Jahr, im vergangenen Jahr waren es 1400 Hektoliter Bier, das gebraut wurde. Im Jahr 1934 trat die Bludenzer Textilfirma Getzner, Mutter und Cie. als größter Gesellschafter bei Fohrenburger ein und blieb es bis Ende der 1990er Jahre.

Bereits 1938 wurde das in Hörbranz  gelegene Bad Diezlings samt Gast- und Landwirtschaftsbetrieb erworben. Damit gelangte die Limonadenmarke Diezano ins Sortiment der Brauerei Vorarlbergs.

Ab 1998 bestand eine enge Partnerschaft mit der Firma Rauch Fruchsäfte, im Jahr 2000 hat das Rankweiler Familienunternehmen die Mehrheit übernommen.  In der Zwischenzeit wurde in die Produktion wie auch in den Vertrieb investiert. 2008 hat Fohrenburger einen neue Hefekeller in Betrieb genommen und damit begann die Produktion des eigenen Fohrenburger Weizenbiers. Eine weitere wichtige Investition tätigten die Bludenzer in diesem Jahr: Das älteste Gebäude der Brauerei am Standort Bludenz wurde renoviert und bietet Platz die Verkostungsstube, das Museum und den Brauerei-Laden. Im Jahr 2017 wurde die Betriebs- und Firmenstruktur geändert. Die Brauerei Fohrenburg GmbH & Co KG beschäftigt sich ausschließlich mit der Produktion, die  Fohrenburg s’Fäscht GmbH als einstiger Kunde ist für den Vertrieb inklusive Logistik, Verwaltung, Marketing und Technik zuständig.