Nächste Runde im Ringen um Handels-KV

Markt / 20.11.2019 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mit Betriebsversammlungen erhöht die Gewerkschaft den Druck. APA
Mit Betriebsversammlungen erhöht die Gewerkschaft den Druck. APA

Nach Betriebsversammlungen wird heute wieder verhandelt.

Wien Die Verhandlungen für einen neuen Handels-Kollektivvertrag gehen heute in die vierte Runde. Die Gewerkschaft hat im Vorfeld mit mehr als 200 Betriebsversammlungen den Druck erhöht. Das Angebot der Arbeitgeber und die Forderungen der Gewerkschaft liegen derzeit noch weit auseinander.

„Sollte wieder kein akzeptables Angebot am Tisch liegen, werden die unterbrochenen Betriebsversammlungen wieder aufgenommen, um weitere Schritte zu setzen“, so Martin Müllauer von der der GPA-djp. Die Gewerkschaft sei „zu einer Fortführung des zuletzt eingeschlagenen konstruktiven Verhandlungsweges bereit“, es werde aber „Zeit für einen fairen Abschluss“. Der Kollektivvertrag gilt für 413.000 Angestellte und 15.000 Lehrlinge im österreichischen Handel.

Die Arbeitgeberseite hat in der dritten KV-Runde ihr Gehaltsplus-Angebot um 0,1 Prozentpunkte auf 2,0 Prozent erhöht und eine Steigerung der Lehrlingsentschädigungen von 7,33 Prozent bestätigt. Die Gewerkschaft forderte zu Beginn der KV-Verhandlungen ein Plus von durchschnittlich 4,4 Prozent, drei Freizeittage und 130 Euro Schulstartgeld für Lehrlinge.

Aktuell liegt das kollektivvertragliche Mindestgehalt für Vollzeitangestellte im alten Handels-KV bei 1634 Euro brutto pro Monat, das sind 1307 Euro netto, und im neuen KV bei 1677 brutto oder 1334 Euro netto. Seit Dezember 2017 gilt der neue, reformierte Handels-KV. Die rund 80.000 Handelsbetriebe haben allerdings bis Ende 2021 Zeit, auf das neue Schema umzusteigen.