Landeshauptmann Wallner: Plädoyer für Altacher Kiesprojekt

Markt / 24.11.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am 1. Dezember wird über das Kiesabbauprojekt abgestimmt.

Zusicherung von Unterstützung für Altacher Bevölkerung bei Verkehrslösung.

Altach Am kommenden Sonntag, am 1. Dezember, findet in Altach eine Volksabstimmung zum geplanten Kiesabbau der Firma Kopf statt. Gegner und Befürworter des Projekts haben sich dazu in den vergangenen Monaten in Stellung gebracht.

Wichtiges Vorhaben

Landeshauptmann Markus Wallner spricht von einem „wichtigen Vorhaben für Altach und Vorarlbergs Rohstoffversorgung“. Das Land habe ein großes öffentliches Interesse am Rohstoffabbau an bestehenden Abbauquellen, wie es auch im Regierungsprogramm verankert sei: „Eine regionale Versorgung mit diesem wichtigen Rohstoff für die heimische Bauwirtschaft ist dringend
notwendig“, sagt Wallner. Die Rohstoffversorgung unter Berücksichtigung von Aspekten des Natur- und Umweltschutzes sei sicherzustellen.

Das Land Vorarlberg sichert gleichzeitig seine Unterstützung bei der Suche nach einer bestmöglichen Verkehrslösung im Sinne der Altacher zu, betont Landeshauptmann Wallner weiter. „Der Kiesabbau kommt nur mit einer zufriedenstellenden Verkehrslösung für die betroffene Bevölkerung.“ Altach müsse innerorts vom Schwerverkehr entlastet werden. Das Land setze sich daher auch bei der Asfinag und beim Infrastrukturministerium um eine Ausnahmeregelung für die Autobahnauffahrt ein.

Der Grund für das Plädoyer ist die Tatsache, dass die heimische Bauwirtschaft dringend Kies und Gestein benötigt. Eine im Jahr 2018 durchgeführte Bedarfsstudie hat ergeben, dass der Jahresbedarf in Vorarlberg bei rund vier Millionen Tonnen liegt. Schon jetzt fehlen jährlich rund 230.000 Tonnen. Zudem wird sich die Abbaumenge in den nächsten Jahren reduzieren. Die fehlende Menge müsste über zusätzliche Importe aus Deutschland und Tirol kompensiert werden – „was wiederum mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen verbunden ist“, betont Wallner und verdeutlicht den Kiesbedarf anhand eines Beispiels: Die drei Betonwerke im Rheintal benötigen jährlich insgesamt 760.000 Tonnen Kies für die Betonherstellung. Schon jetzt müssten 73 Prozent des Kiesbedarfs zugeliefert werden, in zehn Jahren würden es 97 Prozent sein. Die Versorgung Vorarlbergs mit mineralischen Rohstoffen sei daher von großer Bedeutung.

Benötigen Abbau in der Region

Wallners Fazit: „Wir benötigen dringend einen Kiesabbau in der Region, schon allein zur Begrenzung des überregionalen Verkehrsaufkommens.“