Leuchtender Schritt

Markt / 03.12.2019 • 22:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
James Turrell realisierte den weltweit beachteten Skyspace in Lech mit einer Sonderlichtlösung von Zumtobel. zumtobel
James Turrell realisierte den weltweit beachteten Skyspace in Lech mit einer Sonderlichtlösung von Zumtobel. zumtobel

Zumtobel verdreifacht im ersten Halbjahr den Nettogewinn.

Dornbirn Es geht voran. Der Dornbirner Lichtkonzern Zumtobel Group hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 einen ordentlichen Sprung hingelegt. Einen sanften beim Umsatz, der um 1,5 Prozent auf 603,8 Millionen Euro stieg, einen deutlicheren beim Nettogewinn, der von 8,8 auf nun 24,7 Millionen Euro kletterte und sich damit verdreifachte.

Das Ergebnis kam trotz widriger Marktbedingungen zustande, wie Zumtobel-Vorstandschef Alfred Felder betont. Allerdings folge nun das für Zumtobel saisonal stets schwächere zweite Halbjahr. „Hier gilt es nun, mit voller Kraft an dem profitablen Wachstumskurs festzuhalten.“

Kosteneinsparungen

Treiber der Umsatzsteigerung waren vor allem die Länder der DACH-Region, die um 5,5 Prozent zulegten und insgesamt für gut ein Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich sind. Zusammen mit den Kosteneinsparungen führte das zu einer positiven Ergebnisentwicklung. Die Kosten wurden vor allem bei Vertrieb und Verwaltung eingespart. Die Vertriebskosten sanken im ersten Halbjahr um 2,7 auf 146,6 Millionen Euro. Die Verwaltungskosten um 4,5 auf 14,9 Millionen Euro. Zurückzuführen ist das vor allem auf ein deutlich verschlanktes Management-Team und ein striktes Kostenmanagement. Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit 5877 Vollzeitkräften (inklusive Leiharbeitern) gegenüber dem Beginn des Geschäftshalbjahres konstant.

Die Marktbedingungen werden Zumtobel weiterhin begleiten. Der wesentliche Risikofaktor für den Lichtkonzern sei das prognostizierte Wirtschaftswachstum in den Kernmärkten, das sich auf die professionelle Bauwirtschaft auswirke. Während der private Wohnbau noch nachläuft, schwäche sich der Industrie- und Verwaltungsbau bereits ab. Dazu komme das unsichere politische Umfeld, ausgelöst unter anderem durch den Brexit. Weiters sieht man bei Zumtobel weiterhin eine Überkapazität im Markt, was zu sinkenden Preisen und Margen führe.

Jahr des Aufbruchs

Unterm Strich rechnet Vorstandsvorsitzender Alfred Felder für das Gesamtgeschäftsjahr 2019/20 aber mit einer leichten Umsatzsteigerung sowie einer Verbesserung der bereinigten EBIT-Marge auf drei bis fünf Prozent. Für Zumtobel sei es ein Aufbruchsjahr, sagt Felder. VN-reh

„Unterm Strich rechnen wir für das Geschäftsjahr 2019/20 mit einer leichten Umsatzsteigerung.“

1. Halbjahr 2019/20

Umsatz 603,8 Mill. Euro (+1,5%)

EBITDA 68,2 Mill. Euro (+51,2%)

Bereinigtes EBIT 43,9 Mill. Euro (+77,1%)

EBIT 36,7 Mill. Euro (+91,4%)

Betriebsergebnis 24,7 Mill. Euro