Zumtobel verdreifacht Gewinn

Markt / 03.12.2019 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Allianz Arena ist eines der Projekte der Zumtobel Group. FARUK PINJO

Lichtkonzern geht gestärkt aus erstem Halbjahr.

dornbirn Es geht voran. Der Dornbirner Lichtkonzern Zumtobel Group hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 einen ordentlichen Sprung hingelegt. Weniger beim Umsatz, der um 1,5 Prozent auf 603,8 Millionen Euro stieg, als vielmehr beim Nettogewinn, der von 8,8 auf nun 24,7 Millionen Euro kletterte.

Treiber der Umsatzsteigerungen waren vor allem die Länder der DACH-Region, die um 5,5 Prozent zulegten und für gut ein Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich sind. Zusammen mit den Kosteneinsparungen konnte auch eine positive Ergebnisentwicklung erzielt werden.

Die im Frühjahr 2018 eingeleiteten Effizienz- und Einsparmaßnahmen führten zu einem weiteren Rückgang bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten. Die Vertriebskosten sanken im ersten Halbjahr um 2,7 auf 146,6 Millionen Euro. Die Verwaltungskosten um 4,5 auf 14,9 Millionen Euro. Zurückzuführen ist das vor allem auf ein deutlich verschlanktes Management-Team und ein striktes Kostenmanagement. Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit 5877 Vollzeitkräften (inklusive Leiharbeitern) gegenüber dem Beginn des Geschäftshalbjahres konstant.

Das Ergebnis kam somit trotz widriger Marktbedingungen zustande, wie Zumtobel-Vorstandschef Alfred Felder betont. Allerdings folge nun das für Zumtobel saisonal stets schwächere zweite Halbjahr. „Hier gilt es nun, mit voller Kraft an dem profitablen Wachstumskurs festzuhalten.“

Der wesentliche Risikofaktor für den Lichtkonzern ist das prognostizierte und nach unten korrigierte Wirtschaftswachstum in den Kernmärkten, das sich unmittelbar auf die professionelle Bauwirtschaft und deren Konjunktur auswirke. Während der private Wohnbau noch nachläuft, schwäche sich der Industrie- und Verwaltungsbau bereits ab. Dazu komme das unsichere politische Umfeld ausgelöst unter anderem durch den Brexit. Weiters sieht man bei Zumtobel weiterhin eine Überkapazität im Markt, was zu sinkenden Preisen und Margen führe.

Unterm Strich rechnet Vorstandschef Felder für das Gesamtgeschäftsjahr 2019/20 aber mit einer leichten Umsatzsteigerung sowie einer Verbesserung der bereinigten EBIT-Marge auf 3 bis 5 Prozent. Es sei ein Aufbruchsjahr, sagt Felder.