Casinos Austria werden tschechisch

Markt / 10.12.2019 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Novomatic-Chef Harald Neumann verkauft den Anteil an den Casinos. APA
Novomatic-Chef Harald Neumann verkauft den Anteil an den Casinos. APA

17-Prozent-Anteil von Novomatic geht an größten Aktionär Sazka.

Gumpoldskirchen Der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic verkauft seinen 17-prozentigen Anteil an den Casinos Austria an den größten Aktionär Sazka, der bisher 38 Prozent hielt. Der hinter Sazka stehende tschechische Milliardär Karel Komarek übernimmt damit die Mehrheit der Casinos, an der die Republik Österreich rund 33 Prozent hält. Das teilten Novomatic und Sazka am Dienstag mit.

Gerüchte, dass Novomatic überlegt, das operative Geschäft in Österreich zu verkaufen, gab es schon länger. „Wir haben uns das anders vorgestellt, als wir die Casinos-Anteile gekauft haben“, wurde Novomatic-Chef Harald Neumann unlängst im „Kurier“ zitiert.

Problem Eigentümerstruktur

Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Ihren Anteil von 11 Prozent an den Österreichischen Lotterien wird die Novomatic aber behalten. „Die bisherige Eigentümerstruktur hat zu keiner zufriedenstellenden Entwicklung der Casinos Austria geführt“, begründet Novomatic-Chef Harald Neumann den Verkauf. Als kleinster Großaktionär habe man sich daher entschlossen, die Anteile zu verkaufen, um den Casinos Austria eine klare und nachhaltige Eigentümerstruktur zu ermöglichen, damit das Unternehmen langfristig für die zukünftigen Herausforderungen der nationalen und globalen Märkte gewappnet sei.