Micro-Apartments-Trend erreicht Dornbirn

Markt / 10.12.2019 • 19:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Kleinstwohnungen sollen leistbares Wohnen ermöglichen.

Dornbirn Günstige Mietwohnungen für Studenten und junge Paare – das liegt derzeit im Trend, und diesen greifen auch immer mehr Vorarlberger Unternehmer auf. Gerade wurde in Dornbirn der Spatenstich für das Schorenhaus gefeiert. Um 1,6 Millionen Euro entsteht an der Lustenauer Straße 58 ein Apartmenthaus. Für junge Mitarbeitende, die in Start-ups tätig sind bzw. aus der Digital- & Kreativwirtschaft kommen, stehen dort 15 Kleinstwohnungen, sogenannte Micro-Apartments, bereit. Diese sind mit eigener Küche, Bad, Garderobe und Balkon ausgestattet. Zudem sind Flächen zur gemeinschaftlichen Nutzung vorgesehen. Vermietet wird ab einer Wohnfläche von 25 Quadratmeter zu einer monatlichen All-in-Miete. Projektbetreiber sind Thomas Feuerstein (Tischlerei Josef Feuerstein) und Thomas Gabriel (Start-up-Land).

Ein Zimmer, voll möbliert

Auch Rhomberg Bau startet in Dornbirn mit den Rechtsanwälten Helmuth und Robert Mäser eines dieser innovativen Wohnformkonzepte. Hier soll der Komfort von 60 Quadratmeter Wohnfläche in ein kompaktes, voll möbliertes Ein-Zimmer-Apartment gebracht werden.

Und auch Baumanager Alexander Stuchly und Rechtsanwalt Clemens Pichler wollen mit der Microliving Alpha Beteiligungs GmbH ein günstiges Mietwohnungsangebot mit 40 kleinen Zwei-Zimmer-Wohnungen schaffen. Das millionenschwere Bauprojekt richtet sich vor allem an Singles, junge Paare, Studenten und Unternehmen, welche die Wohnungen für ihre Mitarbeiter mieten können. Dafür wurde ein rund 2000 Quadratmeter großes Grundstück in der Umgebung des Fairmotel Dornbirn auf der anderen Straßenseite der L 190 erworben. Neben den Kleinstwohnungen sollen auch Räume für Co-Working (Büros) und ein Fitnessbereich sowie diverse öffentliche Bereiche für die Mieter entstehen. „Wir möchten mit unserem Modell einen Beitrag für leistbares Wohnen leisten. Die kleinen Zwei-Zimmer-Wohnungen mit Balkon werden trotz ihrer geringen Größe voll möbliert und ausgestattet sein“, so Stuchly.

Weitere Projekte vorstellbar

Gegenwärtig befinde man sich in Verhandlungen mit der Stadt Dornbirn über die genaue Größe des Gebäudes, sagt Stuchly. Er hoffe auf eine entsprechende Entscheidung Anfang 2020. Im besten Fall könne man noch im Laufe des nächsten Jahres mit den Bauarbeiten für das Millionenprojekt beginnen. Die Fertigstellung wäre dann für den Herbst 2021 vorgesehen. Sollte das Modell von günstigen Micro-Wohnungen erfolgreich werden, so wären weitere diesbezügliche Projekte in Vorarlberg vorstellbar, so Stuchly.

„Wir möchten mit unserem Modell einen Beitrag für leistbares Wohnen leisten.“