David bietet genug Platz für Goliath

Markt / 11.12.2019 • 22:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Projektentwickler Jürgen Zankovitsch von Rhomberg Bau und Dornbirns Vizebürgermeister Martin Ruepp (li.) bei der Besichtung einer David-Wohnung. FA
Projektentwickler Jürgen Zankovitsch von Rhomberg Bau und Dornbirns Vizebürgermeister Martin Ruepp (li.) bei der Besichtung einer David-Wohnung. FA

Was man auf 33 Quadratmetern unterbringt, zeigt die Mikrowohnung David.

Dornbirn Verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen Grund und Boden, mit Baustoffen und mit der Energie sind ein Gebot der Stunde, das Vorarlberger Bauherren ebenso wie Firmen aus dem Land ernst nehmen. Immer öfter entstehen Mikrowohnungen. Hotspot für die kleinen Wohnungen ist Dornbirn, wie die VN bereits am Mittwoch berichteten, an dem Tag also, den die Firmen Rhomberg Bau und Blum Beschläge sowie die Bauherren Helmuth und Robert Mäser zur Grundsteinlegung des ersten Wohnhauses mit „David inside“ luden.

Doppelt so groß

David begnügt sich im Gegensatz zu konventionellen Wohnungen mit wenigen Quadratmetern und will trotzdem das volle Wohngefühl bieten. Dafür werden die Apartments komplett möbliert und voll ausgestattet, denn nur so kann auf knapp 30 Quadratmeter der Eindruck erweckt werden, man wohne mindestens doppelt so groß. Auch wenn Goliath wieder einmal herhalten muss, damit David glänzen kann, findet ob der akribischen Planung und der daraus resultierenden Raumeffizienz-Wohnung auch ein Goliath genügend Platz  zum Leben, wie ein Blick durch die Virtual-Reality-Brille auf der Baustelle in Dornbirn zeigte.

Für individuelle Raumgestaltung bleibt in den Miniwohnungen nur wenig Platz, denn Rhomberg Bau und Blum bauen ein, was möglich ist. Beschlägehersteller Blum hat dafür weltweit Mikrowohnungen be- und untersucht, hat Raumreserven ausfindig gemacht und neue Möbellösungen entwickelt, Rhomberg steuert das Bau-Know-how bei. Nun werden neun dieser Wohneinheiten auf dem Grundstück der Familie Mäser errichtet, die sich sofort für das Pilotprojekt begeisterte. Bereits Ende 2020 werden die ersten Mieter einziehen können. Lange bleibt das Mäser-Haus aber nicht allein. Das zweite Projekt in Dornbirn Rohrbach ist aufgestuhlt. Dort sollen 20 Mikrowohnungen entstehen. Das 630 Quadratmeter-Grundstück mitten in einem Wohngebiet, ist seit 50 Jahren im Besitz der Familie. Damals, so Helmuth Mäser, habe sein Vater 15.000 Schilling dafür bezahlt. Um dieses Geld gibt es heute in Dornbirn kaum einen Quadratmeter zu kaufen. VN-sca