China verzichtet auf weitere Strafzölle im Handelskrieg mit USA

Markt / 15.12.2019 • 18:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Peking, Washington Nach einer Teileinigung im Handelskrieg senden China und die USA nun Entspannungssignale. Die Regierung in Peking setzte zusätzlich angedrohte Vergeltungszölle auf US-Waren auch formal außer Kraft. Die ursprünglich für gestern, Sonntag, geplanten Strafzölle wurden aufgehoben. China hatte mit Vergeltung für den Fall gedroht, dass die USA am 15. Dezember weitere Zölle verhängen werden. Beide Seiten hatten sich jedoch kurz vor dem Stichtag auf Details eines Teilhandelsabkommens verständigt und damit die nächste Runde an geplanten Strafzöllen vorerst abgewendet. Zudem sollen bereits verhängte Zölle teilweise zurückgefahren werden. Die US-Regierung rechnet mit einer Unterzeichnung dieses partiellen Handelsabkommens in der ersten Januarwoche. Besiegeln sollen es aber nicht US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping, sondern der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und Xis Vize Liu He, wie Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow am Freitag sagte.

Am Sonntag hätten die USA nach ursprünglichen Plänen zusätzliche Strafabgaben von 15 Prozent auf in China produzierte Konsumgüter wie Laptops und Smartphones im Wert von rund 150 Milliarden US-Dollar verhängt. Damit wären – nach diversen vorherigen Zollrunden – auf fast alle Importe aus China, also Waren im Wert von rund 500 Milliarden US-Dollar (449,5 Mrd Euro) pro Jahr, zusätzliche Zölle erhoben werden.