Der richtige Pfandbecher zur richtigen Zeit

Markt / 17.12.2019 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit Bechern, die praktisch unzerstörbar, dafür aber sammelbar sind, reüssiert Fries besonders in Deutschland. FOTO: FIRMA

Fries-Tochter gründet Firma in Belgien. Weitere Expansion geplant.

Sulz, Sexau Bei Konzerten und Sportveranstaltungen waren sie schon in den vergangenen Jahren ein Renner, weil sie halfen, Abfall zu vermeiden und Verletzungen zu vereiteln – die Becher der Firma Cup Concept Mehrwegsysteme GmbH, einem Tochterunternehmen der Sulner Firma Fries Kunststofftechnik mit Sitz in Sexau (Baden-Württemberg). Die C02-Diskussion hat das Interesse an den robusten Pfandbechern weiter angeheizt.

Tochterunternehmen in Belgien

Nach der Gründung einer Tochtergesellschaft in Wien gibt es jetzt eine weitere Tochter in Belgien. Die Cup Concept Belgium BV bildet ein Joint Venture mit der in Gistel (Westflandern) ansässigen Biopack. Die Geschäftsführung übernimmt u. a. der Hohenemser Gerhard Bertsch, der auch einer der Geschäftsführer von Fries ist. „Ab 1. Jänner 2020 tritt in Belgien das Verbot von Einwegplastik in Kraft“, sagt er und erwartet deshalb ein erhöhtes Interesse an den umweltschonenden Bechern. Cup Concept entwickelt und produziert Mehrwegbecher-Systeme und setzt dabei auf mehrjährige Erfahrung. Die Becher bieten der Kundschaft einen All-in Service vom umweltschonenden Spülservice über Logistik bis hin zur Lagerung der Mehrwegbecher. Ein Mehrwegbecher von Cup Concept kann rund 150 Mal verwendet werden. „So werden Tonnen von Kunststoffmüll vermieden“, so Bertsch.

Weil der Becher das richtige Produkt zur richtigen Zeit ist, erwartet die Firma heuer ein Umsatzwachstum von zirka zehn Prozent auf 13 Millionen Euro für das ablaufende Geschäftsjahr. Auch die neue Belgien-Tochter soll einen Umsatz im sechsstelligen Bereich machen. Weitere Länder als Expansionsmärkte sind im Gespräch. „Wir denken dabei an Irland, Portugal oder die Niederlande“, so Gerhard Bertsch.

Cup Concept

Mutterfirma Fries Kunststofftechnik GmbH, Sulz

Sitz Sexau, Deutschland

Tochterfirmen Wien, Belgien

Partner Ungarn, Tschechien, Luxemburg und die Schweiz

Umsatz 13 Millionen Euro

Mitarbeiter 100

Standorte 7 in D, A, B