„Ablehnendes Bild“ zu Steinbrucherweiterung

Markt / 20.12.2019 • 20:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zeichneten ein ablehnendes Bild zur Steinbrucherweiterung: Stadträte Markus Klien, Gerhard Stoppel, Bgm. Egger und Stadtrat Arno Gächter (v. l.). <span class="copyright">SH </span>
Zeichneten ein ablehnendes Bild zur Steinbrucherweiterung: Stadträte Markus Klien, Gerhard Stoppel, Bgm. Egger und Stadtrat Arno Gächter (v. l.). SH

Stadt Hohenems gibt negative Stellungnahme zu Rhomberg-Plänen ab.

Hohenems „Mit Populismus hat das nichts zu tun“, geht Bürgermeister Dieter Egger auf Vorwürfe des Antragstellers für eine Erweiterung des Steinbruchs Unterklien in Hohenems, Rhomberg Bau, ein. Rhomberg vermutete im Vorfeld der Hohenemser Stellungnahme nämlich schnöde Wahlkampftaktik hinsichtlich des Projekts.

„Termin nicht ausgesucht“

„Wir haben diesen Termin nicht ausgesucht, das war die Firma Rhomberg“, spielt Egger den Ball zurück. Die Stadt habe eine sachliche und fachliche Prüfung versprochen. Das Ergebnis sei eben eine negative Stellungnahme zum UVP-Verfahren, das Rhomberg freiwillig anstrebte. Nun überlegt Firmenchef Hubert Rhomberg, ob er das UVP-Verfahren überhaupt noch wolle, denn seiner Meinung nach ist „ein objektives Verfahren jetzt kaum noch möglich“. Es gehe um den Schutz der Bevölkerung und der Natur, und die stehen an erster Stelle, stellte Egger anlässlich einer Pressekonferenz fest. In allen wichtigen Bereichen haben laut Stadtregierung die Fachleute gute Gründe gegen die Erweiterung aufgelistet. Dass die Ablehnung jetzt erfolge und nicht von Beginn an, wie von der Opposition verlangt, habe mit der seriösen Prüfung zu tun, begründet die Stadtregierung das „Njet“.

„Wir haben das letzte Jahr intensiv genutzt, um uns in vielen Gesprächen mit Fachleuten ein umfassendes Bild zu machen. Zudem haben wir die Fachabteilungen der Stadt mit der Prüfung diverser Fragen beauftragt.“  Die Geologie sei schwierig, auch die Auswirkungen auf das Wasserwerk seien nicht akzeptabel, der Umwelt- und Landschaftsaspekt sei ebenfalls sehr kritisch beurteilt worden. Nur beim Verkehr, so Egger, hätte man wahrscheinlich eine Lösung finden können. Auch der von Rhomberg geforderten Volksbefragung im Bezirk Dornbirn bzw. im Rheintal erteilt Egger eine Abfuhr: „Das geht nicht und ich bin der Meinung, dass solche sicherheits- und umweltrelevanten Fragen nicht das Thema für eine Volksbefragung sind.“

Pro und Contra – Statements zu Hohenems-Stellungnahme

„Schade, dass das so wichtige Rohstoffprojekt abgelehnt wird. Umso irritierender ist es, dass beim Land eine Rohstoffstrategie eingefordert wird, die Bereitschaft zu deren Umsetzung aber fehlt.“ Hans Peter Metzler, WKV

„Die Stellungnahme ist den Gemeinderatswahlen geschuldet. Andererseits ist es positiv, wenn Egger seine früheren Aussagen als nichtig erklärt und den Bemühungen Rhombergs eine Absage erteilt.“ Vize-Bgm. Bernhard Amann

„Ich bedauere es, dass sich Egger so massiv gegen die Expansionspläne eines einheimischen Familienbetriebs stellt, der seit Jahrzenten in Hohenems produziert und vielen Menschen einen Arbeitsplatz bietet.“ Labg. Monika Vonier, ÖVP