Neuer Rekord bei Stromerzeugung aus Windkraft erzielt

Markt / 27.12.2019 • 09:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die heimischen Windkraftwerke haben am 23. Dezember 37 Prozent der österreichischen Stromversorgung gedeckt. Die erzeugten 67 Millionen kWh entsprachen der höchsten je in Österreich an einem Tag gemessenen Windstromerzeugung. Das teilte die IG Windkraft am Freitag mit und forderte von der Politik trotz des erzielten Rekordwertes, sich beim Windkraftausbau keinesfalls zurücklehnen.

Österreich musste übers vorige Jahr 14 Prozent des benötigten Stroms aus dem Ausland importieren. Und dieser importierte Strom stammt zum Großteil aus Kohle- und Atomkraftwerken, erinnert die IG Windkraft. „Die Politik muss bei den Regierungsverhandlungen jetzt die richtigen Weichen stellen“, fordert deren Geschäftsführer Stefan Moidl.

Dass der stärkste Windkraft-Erzeugungstag in den Winter fällt, ist ihm zufolge „nicht verwunderlich, denn die Windkraft liefert zwei Drittel ihrer Jahresstromproduktion in den Wintermonaten“. Am Tag vor Weihnachten lieferten alle österreichischen Windräder beinahe den ganzen Tag auf Volllast, so entstand der Rekordwert.

Über das gesamte Jahr dürften die 1.340 Windkraftanlagen rund 11 Prozent des Stromverbrauchs in Österreich decken. Dieser Wert ist also tiefer als jener der importierten Strommenge. Der Wert aus der Windkraft könnte laut Moidl in den kommenden zehn Jahren bis 2030 aber auf 26 Prozent gesteigert werden – sollte die Politik die passenden Rahmenbedingungen festlegen.