Wirtschaft Aktuell

Markt / 29.12.2019 • 18:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Offizieller Grund für den Streik ist der Streit um Teilzeit-Regelungen.  APA
Offizieller Grund für den Streik ist der Streit um Teilzeit-Regelungen.  APA

VW entschädigt Polizei

Wien Im Dieselskandal hat sich der Autobauer VW mit dem österreichischen Staat auf eine Entschädigung geeinigt. In dem Streit ging es um die Wertminderung an etwa 2100 VW-Dieselfahrzeugen im Fuhrpark der österreichischen Polizei durch eine manipulierte Abgas-Software. Über den konkreten Betrag wurde Stillschweigen vereinbart. Insider- Angaben liege er aber deutlich unter den 2,6 Millionen Euro, die Österreich gefordert hatte. Der Vergleich sorgte für Aufregung. „Die Republik schaut, dass sie ihre Schäfchen ins Trockene bringt und lässt die Hunderttausenden österreichischen VW-Kunden umfassend im Regen stehen“, so Verbraucherschützer Peter Kolba.

 

170 Flugausfälle wegen Streik

Frankfurt Keine Entwarnung für Passagiere von Germanwings: Mehr als 170 Starts wird die Airline am Montag, Dienstag und Mittwoch an deutschen Flughäfen wegen eines Streiks der Flugbegleiter voraussichtlich absagen. Germanwings führt ihre Flüge für Eurowings aus. Storniert werden voraussichtlich vor allem innerdeutsche Verbindungen, aber auch Flüge nach Österreich und in die Schweiz. Besonders betroffen sind die Flughäfen Köln-Bonn, München, Hamburg und Berlin-Tegel. Häufig gebe es Alternativstrecken, auf die umgebucht werde. Offizieller Streikgrund ist ein Streit um Regelungen zur Teilzeit.

 

Hochphase am Bau

Wien Den aktuellen Bauboom spürt auch der 200 Jahre alte Ziegelproduzent Wienerberger. „Dieses Jahr ist das erste Mal, dass wir über den Winter in allen Werken 100 Prozent Auslastung haben“, sagt Österreich-Geschäftsführer Mike Bucher. Normalerweise gibt es in der kalten Jahreszeit einen Monat Stillstand, der dann für Wartungen genutzt wird. Eine Abkühlung erwartet Bucher erst ab 2021.

Las-Vegas-Tunnel vor Eröffnung

Las Vegas Hightech-Unternehmer Elon Musk hofft, dass sein Vorzeigeprojekt eines Tunnels im Zentrum von Las Vegas im kommenden Jahr fertiggestellt wird. Sein Unternehmen Boring arbeite an der 1,3 Kilometer langen Doppelröhre, die „hoffentlich 2020 voll einsatzfähig“ sei. Durch den Tunnel sollen Fahrzeuge mit einer Kapazität von bis zu 16 Fahrgästen rauschen. Musk arbeitet daran, dass sich dereinst Millionen Menschen auf unterirdischen Verbindungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern fortbewegen können. Sein System Hyperloop sieht vor, dass Autos samt Passagieren wie Rohrpost von Stadt zu Stadt rasen. Vor einem Jahr wurde eine Teststrecke des Hyperloop südlich von Los Angeles eingeweiht.

Die 1,3 Kilometer lange Doppelröhre soll 2020 fertig sein. AP
Die 1,3 Kilometer lange Doppelröhre soll 2020 fertig sein. AP