Neuer Gastransitvertrag für Europa

Markt / 01.01.2020 • 20:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Transitvertrag ist ein wichtiger Schritt für die Versorgung in Europa. APA
Der Transitvertrag ist ein wichtiger Schritt für die Versorgung in Europa. APA

Die Einigung zwischen Russland und der Ukraine gilt für fünf Jahre.

Kiew Nach zähen Verhandlungen haben Russland und die Ukraine einen wegweisenden Vertrag über den Gastransit zur Versorgung Europas unterzeichnet. Der russische Staatskonzern Gazprom und der ukrainische Energieversorger Naftogaz unterschrieben in der Nacht zum Dienstag die Vereinbarung. Gazprom-Chef Alexej Miller sagte, es seien endgültige Vereinbarungen getroffen worden. Sie seien bereits in Kraft getreten. Damit bleibe der Gasfluss nach Europa gewährleistet. Es ist das erste Abkommen zwischen Kiew und Moskau nach mehr als fünf Jahren massiver Konfrontation im Ukraine-Konflikt. Der Transitvertrag für die sichere Versorgung Europas, vor allem Deutschlands, gilt für fünf Jahre. Er wurde praktisch im letzten Moment unterzeichnet, weil der aktuelle Zehn-Jahres-Vertrag am Dienstag auslief. Der Betreiber des ukrainischen Gastransitnetzes schrieb, das erste Gas sei gemäß dem neuen Vertrag nach Europa gepumpt worden. Der ukrainische Präsident Selenskyj und Kremlchef Wladimir Putin begrüßten die Vereinbarung.