Steuer bremst Lust auf Wertpapiere

Markt / 09.01.2020 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Viele legen ihr Geld weiterhin aufs Sparbuch, dem Zinstief zum Trotz. VN
Viele legen ihr Geld weiterhin aufs Sparbuch, dem Zinstief zum Trotz. VN

Studie sieht KESt als Hemmnis für Investments.

Dornbirn Die Wertpapier-Kapitalertragsteuer bremst die Bevölkerung bei der Geldanlage aus. Das ist eine Erkenntnis aus der aktuellen Spar- und Kreditprognose von Integral im Auftrag der Erste Bank. „In Zeiten, in denen klassische Spareinlagen keine Zinsen bringen, sollten auch von staatlicher Seite Maßnahmen ergriffen werden, um Privatanlegern den Weg in Wertpapier-Investments zu erleichtern. Die Kapitalertragsteuer auf Wertpapiere bewirkt aktuell leider das genaue Gegenteil“, hält Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, fest. 15 Prozent der Österreicher, die noch keine Wertpapiere besitzen, gaben an, Wertpa-

piere zu kaufen,

würde es die 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer nicht geben. Außerdem würden 53 Prozent jener Befragten, die bereits Wertpapiere besitzen, ohne KESt verstärkt in Fonds, Aktien und Anleihen investieren.

Sparbuch bleibt beliebt

Das anhaltend niedrige Zinsniveau scheint aber weiterhin keine Auswirkungen auf die Attraktivität des Sparbuchs zu haben. In der Beliebtheit legte es um drei Prozentpunkte auf 63 Prozent zu. Auch Immobilien (19 %, +2) und Gold (17 %, +3) schneiden im Vorjahresvergleich besser ab. Wertpapiere werden konstant von 30 Prozent in Erwägung gezogen. 82 Prozent der Befragten wollen innerhalb der nächsten zwölf Monate Geld veranlagen. Die durchschnittliche Summe steigt von 5700 auf 6000 Euro (+5 %).