Unicredit Bank Austria gegen BTV: Erstes Treffen vor Gericht

Markt / 15.01.2020 • 19:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Innsbruck Im Mai 2019 kam es zum medialen und direkten Schlagabtausch zwischen der BTV und dem langjährigen Großaktionär Unicredit Bank Austria. Nach über 60 konfliktfreien Jahren stellte die Bank Austria den Antrag auf Sonderprüfung betreffend sämtlicher Kapitalerhöhungen der BTV seit 1993, der bei der Hauptversammlung der BTV abgeschmettert wurde. Am Mittwoch hat nun vor dem Landesgericht Innsbruck die vorbereitende Tagsatzung in dem von Unicredit angestrengten Verfahren über die Anfechtung von Beschlüssen vom 16. Mai 2019 stattgefunden.
Die Unicredit hat im Rahmen ihres Prozessvorbringens das Bestehen einer übernahmerechtlichen Vorfrage behauptet. Nämlich, dass für das Syndikat der Kernaktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg in der Vergangenheit eine Pflicht auf Legung eines Übernahmeangebots eingetreten wäre. Das wurde vor Gericht erörtert. Einen Beschluss des Gerichts in dieser Sache gab es am Mittwoch noch nicht, er ergeht schriftlich. „Wie auch immer das Gericht nun entscheidet: Wir sind für beide Varianten gut vorbereitet und sehen die besseren Argumente klar auf unserer Seite“, so BTV-Vorstandschef Gerhard Burtscher auf VN-Anfrage. VN-sca