„Handwerker stehen zu viel im Stau“

Markt / 16.01.2020 • 18:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Branche drängt auf Verkehrslösung für das Rheintal.

Bregenz Eines vorneweg: Die Stimmung im Vorarlberger Gewerbe und Handwerk ist derzeit sehr gut. Die Sparte befragt ihre Mitglieder regelmäßig über ihr Befinden. Die Befragung über das vierte Quartal 2019, an der 213 Betriebe mit insgesamt 3900 Mitarbeitern teilnahmen, zeigt ein positives Bild, was die Geschäftslage betrifft. Auch wenn im Vergleich zum dritten Quartal ein leichter Dämpfer zu sehen ist. Der Optimismus setzt sich auch für das erste Quartal 2020 fort. Dabei sind die Erwartungen, was Aufträge und Umsatz betrifft, sogar noch besser als zuvor. Zudem würden die Betriebe ihre Mitarbeiterzahl erhöhen. Würden deshalb, weil der Fachkräftemangel ein vorherrschendes Thema im Gewerbe und Handwerk ist.

Ohne Fachkräfte keine Aufträge

Die Branche ist mit mehr als 11.000 Betrieben und rund 33.500 Beschäftigten zwar Vorarlbergs größter Arbeitgeber, aber „es ist schwer, gute Handwerker zu bekommen“, bestätigt Bernhard Feigl, Geschäftsführer von Glas Marte in Bregenz und zugleich Branchensprecher. Ohne die Fachkräfte können auch kaum weitere Aufträge angenommen werden, sagt er. Dazu komme eine weitere Problematik erschwerend dazu. Weil die meisten Handwerker zu ihren Aufträgen mit dem Fahrzeug unterwegs sind, würden sie den Verkehr besonders merken. „Unsere Handwerker stehen zu viel im Stau. Wir brauchen dringend eine Verkehrslösung für das Rheintal“, sagt Feigl.

Meistertitel

Dass gerade über die Einführung des Meisters als offizieller Titel diskutiert wird, nimmt er hingegen gelassen. Für ihn seien anderen Themen der türkis-grünen Regierung deutlich wichtiger. „Die weitere Aufwertung der dualen Ausbildung von der Lehre bis zum Meister sowie die Steuerentlastung.“

„Ohne gute Handwerker können kaum weitere Aufträge angenommen werden.“