Nur dabei oder führend mit dabei?

Markt / 28.01.2020 • 18:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Wie entwickelt sich die Digitalstrategie des Landes? Die Verantwortlichen sind zufrieden.

Bregenz Vor zwei Jahren wurde die Digitale Agenda ins Leben gerufen. Das Ziel: Vorarlberg auf die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen vorzubereiten. Der Hauptfokus liegt dabei auf der Bildung, der Unterstützung der Unternehmen, dem Infrastrukturausbau sowie der digitalen Verwaltung. Als Drehscheibe für die Umsetzung und Weiterentwicklung dieser Agenda wurde dazu vor einem Jahr die Koordinationsstelle v-digital ins Leben gerufen, die von Andreas Salcher geleitet wird.

Während manchen die Entwicklung zu langsam voranschreitet und sie sich mehr Tempo wünschen würden, sind die Verantwortlichen des Landes zufrieden. „Die Frage war zu Beginn: Sind wir nur dabei oder sind wir führend mit dabei? Wir wollen alle Chancen der Digitalisierung nutzen“, sagt Landeshauptmann Markus Wallner und zählt bereits umgesetzte Maßnahmen auf. Man habe mit der Digital Factory ein betriebsnahes Forschungszentrum aufgebaut. Zudem sei die Postgarage eröffnet worden, die zum Knotenpunkt für digitale Innovation werden soll und es gebe neue Fachhochschullehrgänge, die auf die Anforderungen der Digitalisierung eingehen.

„Der FH-Bachelor-Studiengang „Informatik – Digital Innovation“ hat die hohen Erwartungen erfüllt. Hier sind 31 Studenten eingeschrieben“, konkretisiert Koordinator Andreas Salcher. Auch für die Ausbildung zum Programmierer am Digital Campus habe es anfangs doppelt so viele Bewerber als Plätze gegeben. Darauf habe man reagiert. Zudem hätten in der Postgarage elf Start-up-Unternehmen ihre Heimat gefunden. Aktuell laufen die Gespräche für die zweite Bewerbungsphase.

Blockchain, Künstliche Intelligenz

Das Land ist weiteres am Digital Innovation Hub West beteiligt, einer Kooperation von Unternehmen und Institutionen aus Vorarlberg, Tirol und Salzburg, die das Ziel verfolgt, Künstliche Intelligenz auch für KMU nutzbar zu machen, sowie am Austrian Blockchain Center, das Anwendungen von Blockchain erforscht. Zudem werden die ersten Probeläufe in Schulen, wo in Projektstunden einfaches Programmieren gelernt wird, nun auf weitere Schulen ausgerollt. Auch werde man, so Landesrat Marco Tittler, das Land einer Breitbandversorgungsanalyse unterziehen. Dadurch soll der ländliche Raum erschlossen sowie Schulen angebunden werden. Um die benötigen Fachkräfte ins Land zu holen, werde nun die Recruitingstrategie nachgeschärft. Zudem soll die Digital Factory in Richtung des Forschungsthemas Cyber Security erweitert werden. VN-reh