Digitalisierung: Wirtschaftskammer fasst nach

Markt / 29.01.2020 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Partner mit verschiedenen Vorstellung zum Digitalisierungstempo:  Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler, Landeshauptmann Markus Wallner und Arbeiterkammer-Präsident Hubert Hämmerle. <span class="copyright">AK/Gorbach</span>
Partner mit verschiedenen Vorstellung zum Digitalisierungstempo: Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler, Landeshauptmann Markus Wallner und Arbeiterkammer-Präsident Hubert Hämmerle. AK/Gorbach

Metzler bleibt am Thema Digitalisierung dran und will eigene Anlaufstelle im Landhaus.

Feldkirch, Bregenz Im Gespräch mit den VN hat Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler am 20. Jänner ein höheres Tempo bei klaren Worten ein höheres Tempo bei der Digitalisierung im Land eingefordert. Er hat dabei auch die Adresse genannt, wo er mehr Aktivität einfordert: Bei der Vorarlberger Landesregierung. Im Landhaus hat die Kritik Metzlers und die Forderung nach personeller und instituioneller Verstärkung für Verstimmung gesorgt, nach außen wurde nicht zuletzt am Dienstag abend der Schulterschluss geprobt. Nun fasst der oberste Interssenvertreter der Wirtschaft  aber nach, „Schon vor drei Jahren, als wir die Digitale Agenda mit Karlheinz Rüdisser angestoßen haben, war uns klar, dass dieses komplexe und alle Lebensbereiche tangierende Thema nur gemeinsam mit Standortpartnern zu bewältigen ist. Das heißt: Die Bündelung aller Kräfte und Player ist entscheidend für die Menschen und die Betriebe“, so Metzler jetzt.

Bis heute sei durch diesen Anschub ohne Zweifel Einiges geschehen: Postgarage, Digital Factory, Koordinationsstelle v-digital, der Digitale Campus, etc. Und doch seien dies alles nur erste Schritte, teilweise voneinander losgelöst. Zudem fehle immer noch eine eigene Anlaufstelle beim Land. Metzler: „Wir fordern daher die zeitnahe Schaffung eines solchen Fachbereiches mit entsprechenden finanziellen und personellen Ressourcen. Der Wirtschaftslandesrat braucht hier die Unterstützung der gesamten Landesregierung und der Verwaltung, um entsprechend aktiv werden zu können. Unsere Unterstützung hat er.“

Manchmal sei auch der Blick über die Landesgrenzen sehr hilfreich, stellt Metzler klar. In Deutschland ist das Thema Digitalisierung bei der Bundeskanzlerin angesiedelt, Bayern hat ein eigenes Staatsministerium für Digitalisierung und selbst in Tirol werden mehr Ressourcen in das Thema gesteckt. „Auch beim Breitbandausbau hinken wir weiter hinter her. Die Ankündigung von Landesrat Tittler ist deshalb zu begrüßen, das Tempo in Sachen Breitbandausbau und Innovationen zu erhöhen.