Nach Protest aus Vorarlberg: E-Card-Schikane wird entschärft

Markt / 01.02.2020 • 17:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Noch müssen neue ausländische Mitarbeiter nach Feldkirch pilgern, um die E-Card mit Bild zu erhalten. Das soll sich in Kürze ändern. APA

Bürokratiemonster, Schildbürgerstreich, Schikane. E-Card für ausländische Mitarbeiter nun einfacher zu erlangen.

Feldkirch Wirtschaftskammerpräsident Hans Peter Metzler schlug vergangene Woche in einem VN-Bericht Alarm, die Tourismusbranche stand geschlossen hinter ihm. Denn neu anzustellende ausländische Mitarbeiter mussten bisweilen eine Tagesfahrt nach Feldkirch auf sich nehmen, damit sie die neue E-Card mit Foto erhalten (WKV. Seine Kritik an den bürokratischen Hürden wrude auch in Wien gehört und zeigt rasch Wirkung. „Unser Aufschrei aus dem Westen wurde gehört. Der Innenminister persönlich hat sich um eine Lösung bemüht“, betont Metzler. Durch seine Intervention werden nun zusätzliche Registrierungsstellen bei den Bezirkspolizeikommandos Bregenz und Bludenz eingerichtet. Damit soll der erhöhte saisonale Bedarf besonders in den Tourismusregionen abgedeckt werden.

Metzler: „Gleichzeitig wird nach unserer Information eine Gesetzesänderung angeregt werden, mit dem Zweck einer Zuständigkeitsänderung, wonach künftig nicht mehr die Landespolizeidirektion, sondern der Hauptverband der Sozialversicherungsträger die Zuständigkeit übernehmen soll. Wir werden jedenfalls genau beobachten, inwieweit diese neue Lösung in der Praxis funktioniert“, bleibt der Präsident wachsam. Es könne nicht sein, dass durch die neue E-Card mit Foto, deren ursprünglicher Zweck die Eindämmung des Missbrauchs war, ein bürokratisches Monster für unsere Betriebe und deren Mitarbeiterinnen geschaffen werde.