Arbeitslosigkeit in Vorarlberg wird weiter steigen

Markt / 04.02.2020 • 08:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Vor allem ältere Menschen tun sich am Arbeitsmarkt schwer. VN

12.249 Menschen ohne Job: AMS-Chef Bernhard Bereuter sieht eine negative Tendenz in den kommenden Monaten.

Bregenz Absehbar war die Entwicklung jedenfalls. Nämlich, dass die schwächere Konjunktur zu einem geringeren Beschäftigungswachstum führt und sich das früher oder später auch in den Arbeitslosenzahlen widerspiegelt.

Die ersten negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt seien bereits zu spüren, sagt AMS-Chef Bernhard Bereuter. Auch für die Zukunft zeigt er sich besorgt. „Wir müssen in den nächsten Monaten mit einem weiteren Anstieg bei der Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen rechnen.“

Mit Ende Jänner waren beim AMS Vorarlberg 10.163 Personen als arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 1,7 Prozent mehr als noch im Monat zuvor. Rechnet man die Schulungsteilnehmer hinzu, suchen derzeit 12.249 Menschen in Vorarlberg einen Job. Um fünf Personen mehr als im Monat zuvor.

Mit drei Prozent den größten Zuwachs an Arbeitslosen unter allen Altersgruppen gab es dabei bei den über 50-Jährigen. Dreht man das Altersrad weiter nach oben, sieht man bei den über 55-Jährigen einen Zuwachs von 8,8 Prozent.

Offene Stellen hat das AMS derzeit 3546 im Bestand. Das sind 497 mehr als noch im Vorjahr. Allerdings ist die Vermittlung nicht so einfach. Denn 48,1 Prozent aller Arbeitslosen haben maximal einen Pflichtschulabschluss und keine weiterführende Ausbildung. 28,3 Prozent haben eine gesundheitliche Einschränkung. Das AMS versucht hier mit zusätzlichen Beschäftigungs- und Qualifizierungsangeboten gegenzusteuern.