Dornbirner Gastrospezialist FHE stattet Leipziger Stadion aus

Markt / 07.02.2020 • 08:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Red Bull Arena in Leipzig wird gerade zum Superstadion umgebaut. Für die gesamte gastronomische Infrastruktur ist das Dornbirner Unternehmen FHE zuständig. ALBERT WIMMER ZT-GMBH / ZOOM VP

Die richtigen Rezepte für ­Fußballstadien und Spitzenköche sorgen für volle Auftragsbücher. Neubau der Produktion in Langen.

Dornbirn, Leipzig Die Arbeitsplanung beim Dornbirner Unternehmen FHE Franke ist herausfordernd. Sie war es im vergangenen Jahr und heuer erst recht. Der Profiküchenspezialist hat volle Auftragsbücher und Kunden in allen Segmenten. Ab Ende März wird ihn eine Baustelle in Leipzig besonders beschäftigen. Gegen starken Mitbewerb konnten die Vorarlberger beim Großprojekt überzeugen: Sie bauen nun insgesamt 31 Küchen (30 sogenannte Kiosk-Küchen und eine VIP-Küche). Auch in die Hände von FHE gelegt wurde der gesamte Schankbereich. Und der hat es in einem Stadion in sich: „Während einem Match, also in knapp zwei Stunden, werden 50.000 große Bier ausgeschenkt“, berichtet Geschäftsführer Wolfgang Isenberg im Gespräch mit den VN. Und in der Red Bull Arena werden naturgemäß nicht nur Biere ausgeschenkt. Die Auftragssumme beträgt über zwei Millionen Euro.

„Alles aus einer Hand“

Das Erfolgsgeheimnis des Unternehmens, 1988 von sieben ehemaligen Franke-Mitarbeitern gegründet, als das Schweizer Unternehmen die Service-Abteilung auslagerte (deshalb auch das Franke im Firmennamen), ist die Fertigungs- und Planungstiefe, die gegenüber dem Mitbewerb ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist. Die Firma, die heute rund 140 Mitarbeiter beschäftigt, baut nämlich nicht nur zusammen, was der Lieferantenbaukasten bietet, sondern entwickelt und produziert selbst. Zu diesem Zweck wurde 2012 die Tochtergesellschaft FHE Edelstahl Produktion GmbH gegründet, die bisher in Hard produziert hat und dies in Zukunft in einem eigenen Produktionsgebäude in Langen tun wird.

Über fünf Millionen Euro investiert FHE in den Bau, dessen Spatenstich zeitnah erfolgt. Mit der Inbetriebnahme rechnet Isenberg Ende des Jahres. Im neuen Gebäude finden der Sonder-, der Möbel- und der Buffetbau sowie die Produktion der Küchen statt. Vieles davon wird auch auf Wunsch der Kunden entwickelt und umgesetzt. Das beflügelt nicht nur die Auftragslage, sondern auch die Wertschöpfung, wie der Küchenspezialist feststellt.

Referenzen der Spitzenklasse

Eine Referenz für die Spitzengastronomie und -hotellerie ist im nahen Bad Ragaz zu finden. Das Grand Resort Bad Ragaz vertraute den Ausbau der Großküche wie auch aller Schauküchen und Buffets den Vorarlbergern an. Auftragswert: über zwei Millionen Euro. Wer sich selbst ein Bild von Hotel und Küche machen will, kann dies vor Ort machen und hat ansonsten am 9. Februar dazu Gelegenheit. Tim Mälzer startet die neue Staffel seiner Kochshow „Mission Impossilbe“ (VOX, 20.15 Uhr) im Grand Resort.

„Wir bieten Planung, Entwicklung und Umsetzung, das ist unser Ass im Wettbewerb.“

Wolfgang Isenberg, Geschäftsführer FHE Franke

Große Adressen wie das Hotel Sackmann in Baiersbronn oder die neuen Hotels der exklusiven Travel Charme-Gruppe (in Vorarlberg Ifen Hotel) zählen genauso auf die Expertise des Vorarlberger Herstellers, der Standorte in Deutschland, der Schweiz und über dem Arlberg hat, wie Center Parcs Allgäu, der Vorarlberger Lebensmittelhändler Sutterlüty für seine Gusto-Restaurants, M-Preis (Produktionsküche in Völs), die Steakhaus-Kette Abaccos und der überwiegende Teil der Vorarlberger Gastronoie und Hotellerie (FHE ist Marktführer).

FHE Zahlen und Fakten

Gründung 1988 Geschäftsführung Wolfgang Isenberg, Robert Beck

Umsatz 2019 rd. 32 Mill. Euro

Mitarbeiter (mit Tochterfirmen) 140

Investition Nb Langen 5 Mill. Euro

Standorte Dornbirn (Zentrale), Innsbruck, Thal (CH). München, Weißenbach a. L., Rielasingen, Sonthofen, D

Märkte DACH-Region, Russland, Spanien etc.