Paradebeispiel für das regionale Handwerk

Markt / 10.02.2020 • 19:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der für die Forstwirtschaft zuständige Landesrat Christian Gantner bedankte sich bei den Venstermachern für ihr Bekenntnis zur Region.VLK
Der für die Forstwirtschaft zuständige Landesrat Christian Gantner bedankte sich bei den Venstermachern für ihr Bekenntnis zur Region.VLK

„Venstermacher“ produzieren vor Ort mit rund 200 Mitarbeitern.

Hohenems Regionalität ist das Gebot der Stunde. In allen Bereichen, nicht nur im Supermarkt oder im Restaurant legen Kunden Wert auf Produkte aus der unmittelbaren Nachbarschaft, auch am Bau legen immer mehr Auftraggeber – mehr private Hausbauer als Wohnbaufirmen und gemeinnützige Wohnbauträger, wie die Branche feststellt – Wert darauf, dass Vorarlberger Produkte verwendet werden, was gerade am international umkämpften Fenstermarkt für die Anbieter wichtig ist. Eine Stütze der Branche seien auch die Architekten im Land, die das Know-how bei Sonderanfertigungen und bei der Langlebigkeit der handwerklich hergestellten Fenster zu schätzen wissen.

Branchenverbund seit 1998

Um das heimische Tischlerhandwerk im Fensterbau zu bündeln und zu stärken, haben sich bereits vor über 20 Jahren und im Windschatten der Vorarlberger Holzbaukunst 28 Vorarlberger Betriebe im Verband der „Venstermacher“ zusammengetan. „Venstermacher“ deshalb, um den Bezug zum Land und die Herkunft der Produzenten zu dokumentieren.

Bei der kürzlich durchgeführten Vollversammlung in Hohenems bedankte sich deshalb auch Landesrat Christian Gantner bei allen Mitgliedern für deren engagierte Arbeit. „Die Venstermacher sind ein Paradebeispiel für hochwertiges regionales Handwerk und wichtige Partner der heimischen Forstwirtschaft“, sagte Gantner.

Mit Qualität, Innovation und Flexibilität gelinge es den Venstermachern, neben industrieller Konkurrenz und Billigproduzenten aus osteuropäischen Ländern zu bestehen. „Es ist einzigartig, dass sich auf so engem Raum – in einem so kleinen Land wie Vorarlberg – so viele kleine Tischlermeisterbetriebe behaupten. Die Venstermacher sichern wertvolle Arbeitsplätze in den Talschaften und leisten einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung“, lobt Landesrat Gantner die Mitgliedsbetriebe , die insgesamt rund 200 Beschäftigte haben. Ziel sei es, auch weiterhin junge Leute im Fensterbau auszubilden.

Keine Handelsware

Die Mitgliedsbetriebe haben sich verpflichtet, alle Fenster selber zu produzieren und keine Handelsware zuzukaufen. Es werden ausschließlich Holz- oder Holz-Alu-Fenster hergestellt, versprechen die Vorarlberger Handwerker.