Alpla: Wenn aus der Flasche wieder eine Flasche wird

Markt / 15.02.2020 • 07:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Zwei Recylingwerke hat Alpla im vergangenen Jahr in Spanien übernommen. Fa

Harder Verpackungshersteller verstärkt Engagement im Recyclingbereich. Wachstum von rund vier Prozent im vergangenen Jahr.

Hard „Bei jedem Kundengespräch ist PET-Recyling das Thema“, berichtet Günther Lehner, CEO des weltweit agierenden Verpackungsunternehmens Alpla mit Blick auf das vergangene Jahr. Das war lange nicht so, denn rPet ist teurer als Neuware. Alpla hat das Thema dennoch schon 2004 in Angriff genommen und damals die erste eigene Recycling-Anlage eröffnet. Seither ist die Kreislaufwirtschaft Teil der Firmen-Philosophie. Alle zwei Jahre wird ein Nachhaltigkeitsbericht publiziert.

Mit zwei eigenen PET-Recyclingwerken in Österreich und Polen und Joint Ventures in Mexiko und Deutschland gilt das Harder Unternehmen schon längst als einer der größten Pet-Recycler. 2019 wuchs die Zahl durch den Kauf von zwei HDPE-Recyclingwerken und einem Joint Venture in Thailand weiter. Ein großer Teil der Investitionen, insgesamt 280 Millionen Euro, flossen in Recyclingaktivitäten.

Bottle to Bottle

rPet kann zu hundert Prozent verwendet werden und wird wieder zur Produktion von Gebinden (Bottle to Bottle) eingesetzt, stellt Lehner im Gespräch mit den VN klar. Heuer werde man die Kapazitäten weiter ausbauen.Die Nachfrage der Kunden „hat gewaltig an Dynamik aufgenommen“. Man könnte noch mehr rPet-Flaschen liefern, wenn genug Material vorhanden wäre. Doch dafür muss die Rückholung (oder Rückgabe) weiter verbessert werden. Dafür könnten jene Konsumenten sorgen, die die Flaschen nicht richtig entsorgen. Aber auch jene Staaten sind gefordert, die bislang kein Mülltrenn- und Sammelsystem haben.

Kunststoff habe Zukunft, das zeigen laut Lehner unabhängige Untersuchungen zur Öko- und Klimabilanz verschiedener Verpackungsarten. Alpla arbeite ständig am Materialeinsatz – aber auch an Alternativen, wie die verrottbaren Kaffeekapseln und die Zusammenarbeit mit dem schwedischen Verpackungshersteller BillerudKorsnäs zeigen.

250 Lehrlinge weltweit

2019 war trotz aller Herausforderungen für die Firma ein gutes Geschäftsjahr. Der Umsatz stieg um 3,83 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Beschäftigt werden 20.900 Mitarbeiter in 172 Werken in 45 Ländern. Ausgebaut wurde und wird die Ausbildung: Nach China und Mexiko wird die Lehre „made in Austria“ bei Alpa künftig auch in Indien, Polen und Südafrika angeboten.

Alpla 2019

Umsatz 3,8 Milliarden Euro (+3,83%)

Beschäftigte 1040 in Vorarlberg, 20.900 weltweit

Lehrlinge 84 in Österreich, 250 weltweit

Investitionen 280 Millionen Euro