Vorarlberger Ingenieurbüro plant Papierfabrik in Schweden

Markt / 07.05.2020 • 16:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vorarlberger Ingenieurbüro plant Papierfabrik in Schweden
Das Hygienepapierwerk im schwedischen Mariestad wird in der ersten Phase um 100.000 Quadratmeter erweitert. METSÄ

230 Millionen Euro-Projekt: Werk wird erweitert und modernisiert.

Feldkirch, Mariestad Trotz Corona gibt es auch Unternehmen, die sich fit für die Zukunft machen. Die finnische Metsä Group ist ein solches. Der Konzern, der in der Papier- und Holzindustrie tätig ist, will sein bestehendes Werk im schwedischen Mariestad modernisieren und erweitern und setzt dabei auf die Expertise des Feldkircher Ingenieursunternehmens BHM. Metsä Tissue erzeugt in zehn Werken in Europa jährlich zirka 600.000 Tonnen Hygienepapier. In Mariestad ist die Erweiterung der Papierproduktionskapazität um 60.000 Jahrestonnen geplant. Das Werk soll in eine der modernsten, effizientesten und nachhaltigsten Produktionsstätten für Hygienepapiere transformiert werden.

Riesige Ausmaße

Um die Vorgaben umzusetzen, wurde BHM Ingenieure als Berater und Planungspartner beauftragt, eine Werksentwicklungsplanung, eine Entwurfsplanung aller Gebäude inklusive aller erforderlichen Außenanlagen, eine Logistikstudie für den Materialfluss sowie eine Kostenschätzung und einen Gesamtterminplan für das Projekt zu erstellen.

„Ausschlaggebend war unsere langjährige internationale Erfahrung als Gesamtplaner.“

Alfred Haßler, GF BHM Ingenieure

Dabei geht es um riesige Ausmaße. Auf dem Werksgelände mit ca. 85 Hektar werden in der ersten Bauphase über 100.000 Quadratmeter neue Produktions- und Lagerflächen errichtet, berichtet BHM-Geschäftsführer Alfred Haßler.

Internationale Erfahrung

„Ausschlaggebend für die Beauftragung war unsere langjährige internationale Erfahrung als Gesamtplaner für die Papier-, Holz- und Zellstoffindustrie“, so Haßler und fügt hinzu: „Im Stammhaus Feldkirch sind in diese Machbarkeitsstudie 15 Ingenieure aller Fachbereiche involviert.“ Nicht nur die Werksplanung ist anspruchsvoll. Zur Deckung des Energiebedarfs sollen primär alternative Energiequellen wie Biomasse, Fotovoltaik und Erdwärme zum Einsatz kommen. Dies sei auch ein erster Schritt, um eines der Konzernziele von Metsä zu erreichen, welches eine Produktion in allen Werken ohne den Einsatz von fossilen Brennstoffen vorsieht.

Die endgültige Entscheidung von Metsä Group, die 9500 Mitarbeiter beschäftigt und fünf Milliarden Euro Jahresumsatz macht, zu dieser 230 Mio. Euro-Investition soll Ende 2020 fallen, der Produktionsstart ist für 2024 geplant.