Warum es bei Intemann keine Delle gibt

Markt / 28.07.2020 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Lauteracher Achpark hat Intemann seinen Hauptsitz. Für mehr Bürofläche wird nun die Dachterrasse herangezogen. <span class="copyright">VN</span>
Im Lauteracher Achpark hat Intemann seinen Hauptsitz. Für mehr Bürofläche wird nun die Dachterrasse herangezogen. VN

Intemann investiert in Büros und ist mit Geschäftslage zufrieden.

Lauterach Der Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnikanbieter Intemann will seinen Mitarbeitern am Stammsitz in Lauterach künftig Großraumbüros und mehr Platz bieten. Zu diesem Zweck wird das Unternehmen die bestehenden Büroflächen um rund ein Viertel vergrößern.

Büro statt Dachterrasse

Wie der Marketingleiter und gewerberechtliche Geschäftsführer Markus Intemann erklärt, erfolge dies durch die Erweiterung der Flächen auf die derzeit bestehende Dachterrasse. Auch bestehende Flächen werden umgebaut und modernisiert . “Schlussendlich bekommen wir so an die 350 Quadratmeter neu gestaltete und optimierte Büroflächen dazu.“ Die Bauarbeiten haben im Juni begonnen und sollen bis November 2020 abgeschlossen sein. Das Investitionsvolumen beziffert Markus Intemann mit rund einer Million Euro. Die Nutzflächen von Intemann im Lauteracher Achpark befinden sich im Eigentum.

Geschäftsführer Roland Schuster betont, dass Intemann mit dem laufenden Geschäftsjahr 2020/21 gegenwärtig „sehr zufrieden“ sei. „Das gibt heuer bei uns keine Delle. Wir werden bei Umsatz und Ertrag eine konstante Entwicklung haben.“ Im Vorjahr lag der Umsatz bei rund 18 Millionen Euro. Gerade am Höhepunkt der Corona-Krise im April habe man zwei sehr gute und große Aufträge aus dem Industriebereich bekommen, einer davon aus der Schweiz.

Verhaltene Erwartungen

Allerdings dürfe dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erwartungen für die darauffolgenden Geschäftsjahre deutlich verhaltener seien. Das erkläre sich unter anderem dadurch, dass mehrere schon länger angekündigte Ausschreibungen etwa für Großprojekte von Kunden noch immer nicht veröffentlicht wurden, sagt Schuster. Rückläufige Auftragszahlen haben in einer Branche auch immer Auswirkungen auf die Preissituation. „Der Preiskampf in unserer Branche wird mittlerweile extrem aggressiv geführt“, so Schuster. In Fällen, in denen Intemann einen Auftrag nicht bekommen habe, seien Unterschiede zum günstigsten Anbieter so eklatant gewesen, dass die Kalkulation dahinter nicht mehr nachvollziehbar sei.

Bauen wird günstiger

Für Bauherren gibt es gute Nachrichten. Die freien Kapazitäten am Markt werden sich auf die noch verbleibenden Bereiche, die gut laufen, konzentrieren. „Die Preise werden weiter unter Druck kommen, und Bauen in Vorarlberg wird sicherlich günstiger werden“, mutmaßt Schuster. Intemann in Lauterach beschäftigt zusammen mit der Intemann AG in Au (CH) und der Tochterfirma IGB Gebäudebetreuung 135 Mitarbeiter.

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