Wo im Land bald echter Espresso geröstet wird

Markt / 06.08.2020 • 12:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wo im Land bald echter Espresso geröstet wird
Die Firma Imprezza in Lindau gilt bei Liebhabern italienischer Kaffeekultur als erste Adresse. Jetzt wird in Hörbranz eine Rösterei eingerichtet. FA

Lindauer Kaffeespezialist startet Rösterei im Hörbranzer Eco-Park.

Hörbranz Die Firma ECS Parrottacaffè in Lindau hat sich seit der Gründung 1999 bei Liebhabern italienischen Kaffees einen guten Ruf erworben. Das Unternehmen, das unter dem Namen Imprezza firmiert, hat sich aber nicht nur auf die Bohne spezialisiert, sondern auf alles, was dazugehört. Von der Espressomaschine über die Tassen, die damit gefüllt sind, bis zum Service. Nur geröstet hat Imprezza bisher nicht. Das passiert nach wie vor in Kalabrien, wie Eigentümer Angelo Parrotta im Gespräch mitteilte. Das hat verschiedene Gründe – etwa die deutsche Bürokratie und die deutsche Kaffeesteuer, die auch bei Versand ins EU-Ausland, also auch nach Österreich, schlagend wird, wie er erklärt.

Sein Unternehmen in Deutschland, das, so Parrotta, seit Jahren auch zahlreiche Kunden aus Vorarlberg hat, ist nur wenige Hundert Meter von der österreichischen Grenze entfernt, deshalb bot sich der Hörbranzer Gewerbepark Eco-Park ideal als Standort für die erste eigene Rösterei an. Außerdem habe der Wirtschaftspark eine sehr gute Infrastruktur, lobt Parrotta den Standort. Vorausgesetzt, die Behördengenehmigungen erfolgen noch im Laufe des Monats August, werde mit dem Betrieb der Kaffeerösterei bereits Mitte September gestartet – zuerst mit Versuchsröstungen mit jeweils hundert Kilo, im Vollbetrieb sollen dann sieben bis zehn Tonnen Kaffee die richtige italienische Röstung erhalten. Von Hörbranz werden die Privat- wie die Großkunden auch in Österreich dann direkt beliefert, informiert der Kaffeefachmann. Ein eigenes Spezialgeschäft ist im Eco-Park aber nicht vorgesehen.

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