Messebilanz ohne Zahlen

Markt / 14.09.2020 • 05:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Messebilanz ohne Zahlen
Wie viele Besucher tatsächlich zur Herbstmesse kamen, wird heuer nicht bekannt gegeben. Es seien aber weniger als die erwarteten 50.000 gewesen.

Es kamen weniger Besucher als erwartet. Wie viele genau, wird heuer nicht kommuniziert.

Dornbirn Die Voraussetzungen waren alles andere als ideal. Zwar gaben die Behörden grünes Licht zur Durchführung der diesjährigen Herbstmesse. Wie aber die Besucher in Coronazeiten reagieren würden, war bis zuletzt unklar. Die Messe ging im Vorfeld von rund 50.000 statt normalerweise 75.000 Besuchern aus.

Auch wenn man bei der Messe mit Maßnahmen wie Maskenpflicht oder digitalem Eintrittssystem den Fokus auf die höchstmögliche Sicherheit von Besuchern und Ausstellern legte und auch das Wetter optimal war, steht nun aber fest: Ganz so viele Besucher kamen an den insgesamt fünf Tagen doch nicht. Wie viele es genau waren, das kommuniziert die Messe heuer erstmals nicht. „Es waren weniger als erwartet“, sagt Messe-Geschäftsführerin Sabine Tichy-Treimel dazu nur. Ein Eindruck, der bei einem Rundgang übers Messegelände bestätigt wurde.

Maskenpflicht gerne früher

Ihre Bilanz ist dennoch positiv. „Wir waren die Mutigen, die vorausgegangen sind, auch wenn viele Faktoren nicht einfach waren. Die Besucher, die da waren, waren auch sehr diszipliniert, was die Maskenpflicht betrifft“, ist sie dankbar. Allerdings hätte sich Tichy-Treimel die Maskenpflicht, wie sie ab heute in Handel und Gastronomie gilt, schon einen Monat früher gewünscht. „Dann hätten sich die Menschen schon mehr daran gewöhnt. So haben sich viele gefragt, wieso man auf der Messe eine Maske tragen muss, aber in einem Einkaufszentrum nicht.“ Zudem weist sie darauf hin, dass man zwischen einer Messe und einer Veranstaltung differenzieren müsse. „Ein Landesnarrentag oder eine Kilbi ist mit der Herbstmesse nicht vergleichbar.

Auch vonseiten der Aussteller gab es offenbar Gesprächsbedarf. „Die Aussteller hätten natürlich gerne die Besucherzahlen vom vergangenen Jahr gehabt“, sagt Tichy-Treimel. Am Samstag habe ein Gespräch mit einer Gruppe stattgefunden. Von Unfrieden will sie aber nicht sprechen. Es seien gute Gespräche gewesen. Viele Aussteller seien letztlich froh gewesen, dass die Messe überhaupt stattfindet.

Richtige Entscheidung

Die Messe durchzuführen, ist für die Geschäftsführerin nach wie vor die richtige Entscheidung. Absagen wäre immer einfacher, aber man müsse irgendwann wieder starten. Auch für Bürgermeisterin Andrea Kaufmann war die Durchführung der Herbstmesse richtig. „Ich stehe dazu, dass es eine gute Idee war. Auch wenn sich der Ansturm in Grenzen hielt.“ VN-REH

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.