Schlagabtausch wegen Umsatzersatz

Markt / 04.11.2020 • 22:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Beim neuerlichen Gastro-Lockdown wurde Wirten ein Umsatzersatz versprochen. APA
Beim neuerlichen Gastro-Lockdown wurde Wirten ein Umsatzersatz versprochen. APA

Gastronomie wartet noch auf Ministeriumsverordnung.

Wien Nachdem Neos-Wirtschaftssprecher Josef Schellhorn aufgrund von Aussagen von Finanzminister Gernot Blümel vermutet hat, dass die Kurzarbeit beim Umsatzersatz im November gegengerechnet werden könnte, wurde das seitens der Wirtschaftskammer in Abrede gestellt. Was genau geplant ist, blieb aber offen, denn aus Blümels Ministerium gab es vorerst keine Antwort auf die entsprechende Anfrage. Dort hatte es nur geheißen, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung.

Für den November erhalten vom Lockdown betroffene Branchen – Gastronomie und Hotellerie – einen Umsatzersatz. Der beläuft sich auf bis zu 80 Prozent der Erlöse des vorigen Novembers. Dafür darf niemand gekündigt werden. Der maximale Auszahlungsbetrag pro Unternehmen ist gemäß Genehmigung der EU-Kommission mit 800.000 Euro gedeckelt, wobei bestimmte Coronahilfen gegengerechnet werden müssen. „Die Kurzarbeit wird nicht gegengerechnet. Wenn die Kurzarbeit hier mit drin wäre, käme für viele nichts mehr heraus“, sagte nun der Obmann der Gastronomiesparte in der WKÖ, Mario Pulker.

Ebenso nicht gegengerechnet werden laut Pulker jene Umsätze, die die Gastronomen nun aus dem Liefergeschäft lukrieren. Sehr wohl gegengerechnet werden laut Pulker 100 Prozent hohe Kreditgarantien, nicht aber Garantien, die sich auf 90 oder 80 Prozent belaufen. „Und die Hilfe wird rasch fließen“, so der Wirtschaftskämmerer, „spätestens 14 Tage nachdem die Verordnung fertig ist.“

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