Die Libelle macht den Unterschied

Markt / 13.11.2020 • 19:02 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Lukas Zwing leitet den Bereich Innovation beim Götzner Unternehmen Sola.Linhart/WISTO
Lukas Zwing leitet den Bereich Innovation beim Götzner Unternehmen Sola.Linhart/WISTO

SOLA-Messwerkzeuge ist Hidden Champion bei Premium-Wasserwaagen und gibt bei Innovationen Gas.

Götzis Allein in diesem Jahr wartete die Sola-Messwerkzeuge GmbH bereits mit einigen erfolgreichen Neuerungen auf und investiert weiterhin kräftig in Innovationen. Seit dem Gründungsjahr 1949 entwickelte sich das von Wolfgang Scheyer in dritter Generation geführte Familienunternehmen zu einem weltweiten Hidden Champion bei Premium-Wasserwaagen und Messwerkzeugen wie Meterstäbe, Richt- und Abziehlatten, Maßbänder, Winkel, Markierwerkzeuge, Lasernivelliergeräte, Laserentfernungsmesser etc. für den Baubereich. 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln, fertigen und vertreiben am Standort Götzis eine Produktpalette, die über 1500 Artikel umfasst und in über 70 Länder weltweit exportiert wird. Kernkompetenz sind Wasserwaagen, die in Sachen Präzision und Langlebigkeit ihresgleichen suchen. Mit bis zu zwei Millionen verkauften Präzisionswasserwaagen pro Jahr spielt Sola in der internationalen Topliga mit. Die hochwertigen Geräte finden sich auf nahezu jeder Baustelle. „Abweichungen durch schlechte Messmittel können auf dem Bau in weiterer Folge zu einem hohen Aufwand und Regressforderungen führen. Deshalb ist die langfristige Qualität und Robustheit einer Wasserwaage und hier vor allem die Libelle und deren Befestigung im Profil von entscheidender Bedeutung“, erläutert Lukas Zwing, Leiter des Bereichs Innovation und Qualitätsmanagement bei Sola.

Ultragenaue Libelle

Herzstück jeder Wasserwaage ist die Libelle, welche von Sola ständig weiteroptimiert wird und das Unternehmen vom Mitbewerb abhebt. Die Libelle, das mit einer Flüssigkeit und einer Luftblase gefüllte Acrylgehäuse, ist wichtig für das exakte Messen und die Handhabung des Messgerätes. Der vergleichsweise kleine, jedoch komplexe Bestandteil vereint wesentliche Features. Das beginnt bei der einzigartigen Libellenflüssigkeit, die nach einem Geheimrezept speziell zusammengesetzt ist und mehrere Vorteile bringt. So ist die Flüssigkeit antistatisch, hat eine sehr gute Lichtbeständigkeit, verhindert ein Separieren der Luftblase nach einer Erschütterung und ermöglicht konstante Messergebnisse auch bei großen Temperaturunterschieden. Zum anderen sorgt die spezielle Libellenform für einen Lupeneffekt und dadurch bessere Lesbarkeit. Auch der deutlich höhere Kontrast zwischen Luftblase und Libellenflüssigkeit sowie zum Blasenrand sorgt für ein eindeutiges und schnelles Ablesen und ist von Sola patentiert. Aktuell arbeitet Sola an einem bedeutenden Innovationsprojekt, um die Wasserwaage noch präziser und robuster zu bauen, was über einen neuartigen Libelleneinbau erreicht werden soll. „Dabei sollen neue Technologien evaluiert und erprobt werden, um die Verbindung zwischen Kunststofffassungen und Aluminiumprofil ideal zu gestalten, damit die Wasserwaage auch bei extremen Temperaturschwankungen und Stürzen noch genauer anzeigt. Das Projekt markiert einen weiteren Meilenstein und ist richtungsweisend für künftige Einbaumethoden.“

Digitalisierung am Bau

Eine bereits erfolgreich eingeführte Weiterentwicklung war heuer die Magnetwasserwaage mit einer gänzlich neuen und vorteilhaften seitlichen Magneteinbaumethode, mit der das Unternehmen verstärkt am US-Markt punkten will. Daneben beschäftigt sich Sola auch stark mit der Zukunft am Bau und entwickelt dafür digitale Lösungen. Eine Produktinnovation ist der digitale Neigungs- und Winkelmesser GO! Smart mit Bluetooth-Funktion, der ebenfalls gerade erst auf den Markt kam. Das kompakte Gerät vereint die Funktionen einer Wasserwaage, eines Neigungsmessers und Winkelmessers in einem und kann vielseitig eingesetzt werden. Über die ebenfalls neuentwickelte App Sola Measures kann das Gerät per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden werden und bietet eine Reihe nützlicher Funktionen. Beispielsweise können Messwerte in Echtzeit auf das mobile Gerät übertragen werden, was immer dann von Vorteil ist, wenn der Sichtkontakt zum Display nur erschwert oder gar nicht möglich ist. „Ein weiteres praktisches Tool der App ist der Foto-Overlay Export.“ Damit kann die reale Arbeits- bzw. Messsituation mit dem mobilen Gerät fotografiert werden, wobei die Echtzeitdaten wie Messwert, GPS-Koordinaten, Datum und Uhrzeit direkt auf dem Foto angezeigt und gespeichert werden.

„Das Produkt erweist sich als besonders hilfreich für notwendige Dokumentationszwecke und wurde dementsprechend positiv vom Markt angenommen“, ist Lukas Zwing erfreut. Forschung und Entwicklung geschieht bei SOLA generell nahe am Kunden, Anwender-Feedbacks sind essenzieller Bestandteil der Weiterentwicklung von Produkten.

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