Weshalb Dornbirn zum Leuchtturm der Textilforschung wird

Markt / 19.11.2020 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Weshalb Dornbirn zum Leuchtturm der Textilforschung wird
Das Textilkomeptenzzentrum der Universität Innsbruck in Dornbirn soll mit den neuen Fördermitteln wachsen und an Bedeutung gewinnen. UI

Bund gibt grünes Licht und Förderung für COMET-Projekt TCCV2.

Dornbirn, Innsbruck Seit 2017 beherbergt das Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck in Dornbirn das Textilkompetenzzentrum Vorarlberg (TCCV). Nun wurde das COMET-Projekt  TCCV2 durch den Bund, konkret durch das Umwelt- und das Wirtschaftsministerium genehmigt und sorgt für einen weiteren kräftigen Schub. Das Forschungszentrum wird nicht nur fortgeführt, sondern auch weiter ausgebaut. In den nächsten vier Jahren stehen dafür rund 4,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Weithin sichtbarer Leuchtturm

Neben den Mitteln von Bund und Land Vorarlberg kommt rund die Hälfte der Mittel von den beteiligten Unternehmen, die zum größten Teil in Vorarlberg beheimatet sind. „Das Projekt ist ein wichtiger Schritt zur Etablierung eines international sichtbaren Textilforschungszentrums im Herzen Europas“, freut sich Tung Pham, Leiter des Forschungsinstituts an der Uni Innsbruck und des Textilkompetenzzentrums Vorarlberg. „Wir verbinden hier in Dornbirn akademische Forschung in Materialwissenschaft und Chemie der Textilien mit der Fähigkeit, komplexe Forschungs- und Entwicklungsprogramme gemeinsam mit der Wirtschaft umzusetzen.“

Über die gezielte Einbindung von internationalen Partnern mit spezifischer Expertise soll das bestehende Forschungszentrum nicht nur erweitert, sondern außerdem noch stärker international ausgerichtet werden. „Die Weiterentwicklung dieses erfolgreichen Kompetenzzentrums mit Unterstützung des Bundes und des Landes Vorarlberg wird den Textil-Forschungsstandort Vorarlberg weiter stärken und zu einem europaweit sichtbaren Leuchtturm der Textiltechnologie machen“, ist der Rektor der Universität Innsbruck, Tilmann Märk, überzeugt. Von der Forschung würden vor allem die Firmen in der Region profitieren, die eng in die Forschung des Kompetenzzentrums unter Leitung von Tung Pham und Thomas Bechtold eingebunden sind. Durch neue Partner aus Branchen wie Automotive, Elektronik und Gesundheit werde die Strahlkraft erheblich ausgeweitet, betont Landesrat Marco Tittler. Abgewickelt wird das COMET-Programm von der Forschungsförderungsgesellschaft.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.