Wie Müroll durch die Coronazeit kommt und was den Chef ärgert

Markt / 21.11.2020 • 14:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wie Müroll durch die Coronazeit kommt und was den Chef ärgert
Müroll-Chef Uwe Müller hadert mit der Politik in Sachen Corona. Mit dem Geschäft ist er “noch zufrieden”, Müroll habe eine breite Kundenstruktur. VN

Einschränkungen durch praxisfremde Anordnungen und Ärger über Tweet von Landesrat Rauch.

Frastanz Auftrags- bzw. kundenbezogen ist das Frastanzer Unternehmen Müroll, das Klebebänder, Papierrollen und Etiketten produziert, “noch zufrieden, da wir in vielfältige Kundenstrukturen liefern”, so Gschäftsführer Uwe Müller. Alles andere als einfach sei derzeit aber die Realisierung von laufenden Investitionsprojekten. Eingeschränkt werde man jedoch vor allem durch politische und behördliche Anordnungen, welche teilweise nur mehr als „sinnbefreit“ bzw. „praxisfremd“ eingestuft werden können, so Müller, “in diesem Sinne sei nur die Äußerung eines gewissen Landesrats erwähnt, welcher im Zuge des aktuellen Lockdowns gemeint hat, dass auch die Betriebe zu schließen seien. Diesem absolut unfähigen und weltfremden Herrn kann nur die Gegenfrage gestellt werden, ob er schon wisse, dass dadurch wichtige Lieferketten zur Versorgung der Bevölkerung unterbrochen würden bzw. vielfach Lieferverpflichtungen mit Kunden bestehen, welche zu rechtlichen Konsequenzen und den damit verbundenen finanziellen und personellen Schäden (Mitarbeiterabbau auch nach der Krise) führen würden.”

Homeoffice ist bei Müroll nur eingeschränkt möglich (Außendienst und ein kleiner Teil der Büroangestellten). “Produktionsmitarbeiter können natürlich nicht zu Hause arbeiten.” Entschädigungen habe man bisher nur für Mitarbeiter in Quarantäne bekommen, womit sich die Frage stelle, wer für die Umsatz- und sonstigen Reibungsverluste durch deren erzwungene Nichttätigkeit die Kosten trage. So gesehen sei man mit den Hilfen auch nicht zufrieden.

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