Warum S.I.E.-Solutions doch nicht verkauft wird

Markt / 24.03.2021 • 11:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Warum S.I.E.-Solutions doch nicht verkauft wird
Auch unter dem neuen Eigentümer wäre die Firma am Standort Lustenau geblieben. Jetzt wird aus eigener Kraft expandiert.  FA

Übernahme durch US-Unternehmen kommt nicht zustande.

Lustenau Paramit Corporation, Hersteller von medizinischen Geräten und Instrumenten für die Biowissenschaften mit Niederlassungen im Silicon Valley und in Malaysia, wird in Zukunft anders als geplant keinen Standort in Lustenau haben. Ende Oktober wurde, vorbehaltlich der üblichen behördlichen Genehmigungen, die Übernahme der Lustenauer S.I.E. Solutions bekannt gegeben, am Dienstag informierte das Vorarlberger Unternehmen, das Embedded-Technologielösungen für Kunden aus der Medizintechnik, dem Bereich Bio-Analyse & Labor und aus der Sicherheitstechnik entwickelt und herstellt, dass die im Oktober 2020 vereinbarte Übernahme des Unternehmens durch die amerikanische Paramit Corporation nicht zustande kommt.

Überlange Prüfung

Das Unternehmen bleibe damit im Besitz der System Industrie Electronic Holding AG (89 Prozent) und der aws Mittelstandsfonds Beteiligungs GmbH & Co KG (11 Prozent). Man sei übereingekommen, so S.I.E-Gründer und Holding-Geschäftsführer Udo Filzmaier gegenüber den VN, dass man den Verkauf nicht weiter forcieren werde, nachdem die Prüfung der Übernahme nach dem Investitionskontrollgesetz statt bis Ende des Jahres 2020 nach nun fünfeinhalb Monaten noch immer nicht abgeschlossen sei, „das geht in Österreich bedeutend langsamer als in anderen Ländern“. Dem Unternehmen und der Holding gehe es wirtschaftlich sehr gut, berichtet Filzmaier, ob das auch bei Paramit so sei, wisse er nicht. Man wolle die weitere Entwicklung und Internationalisierung aus eigener Kraft stemmen.