Warum der Wucher Heliport ausgebaut werden soll

Markt / 06.04.2021 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Warum der Wucher Heliport ausgebaut werden soll
Bis Ende 2021 soll der neue, erweiterte Hangar von Wucher Helicopter in Ludesch in Betrieb gehen.  KARL-RUDOLF HUBER

Steigendes Service- und Wartungsgeschäft braucht mehr Platz.

Ludesch Wucher Helicopter beabsichtigt eine bauliche Erweiterung des Firmenstammsitzes bzw. des Heliports in Ludesch. Der Grund für den Platzbedarf liegt aber nicht in einer Vergrößerung der aus 13 Maschinen bestehenden eigenen Hubschrauberflotte. Es geht dabei vielmehr um den Ausbau des Wartungsgeschäfts von Hubschraubern anderer Betreiber. Wie Gerhard Huber, Geschäftsführer der für die Investition zuständigen Wucher Immobilien GmbH & Co KG, erklärt, sei dieser Geschäftsbereich getrennt vom eigentlichen Wucher-Flugbetrieb zu sehen.

Wucher Helicopter habe sich in den vergangenen Jahren zunehmend einen Namen in den Bereichen Wartung, Instandhaltung sowie Service und Lackierung von Hubschraubern gemacht. Diese Dienstleistung werde vermehrt von anderen Flottenbetreibern in Anspruch genommen. Aktuell befänden sich sechs Hubschrauber von verschiedenen Kunden zur Wartung in Ludesch. “Aus diesem Grund wird sich auch die Anzahl der Flugbewegungen durch den Ausbau kaum verändern”, sagt Huber. Denn die zu wartenden Maschinen würden innerhalb mehrerer Wochen nur einen An- und Abflug benötigen. Konkret wolle man dafür eine zweigeschossige Zwischenhalle und einen dritten Hangar mit Untergeschoss errichten. In der Zwischenhalle sei die Unterbringung des Lackiervorbereitungsraumes geplant. Zudem gibt es neue Lehr- und Schulungsräume, eine kleine Werkstätte und eine Tiefgarage. Im Hangar werden die Hubschrauber vornehmlich auf Landeplattformen eingestellt.

Durch die Erweiterung sollen alle mit Service und Wartung zusammenhängenden Betriebsabläufe vereinfacht und effizienter werden. Huber beabsichtigt, nach Abschluss der Behördenverfahren mit den Bauarbeiten zu beginnen. Die Fertigstellung sei für Ende 2021 geplant. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 2,5 Mill. Euro.