Deshalb baut Stark den Firmensitz stark aus

Markt / 08.04.2021 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Deshalb baut Stark den Firmensitz stark aus
Im Jahr 2017 bezog die Firma Stark Spannsysteme das neue Firmengebäude, nun wird es an zwei Seiten erweitert.  FA

Stark Spannsysteme erweitert Produktgruppen und investiert in Erweiterung.

Rankweil Die Firma Stark Spannsysteme, 1977 von Emil Stark in Götzis gegründet, setzte von Anfang an auf Innovation. Das tut sie bis heute. Zu Beginn der 1990er-Jahre entwickelte Stark ein Schnellwechselsystem für den Werkzeugwechsel in Spritzgussmaschinen. Wenige Jahre später erkannte man das Potenzial des Nullpunktspannsystems für den Zerspanungsbereich und ist das erste Unternehmen am Markt, welches sich seit Jahrzehnten ausschließlich auf diese Technologie spezialisiert hat. Die Produkte sind weltweit gefragt, reduzieren sie doch die Rüstzeiten für die Maschinen ihrer Kundschaft in der Flugzeugindustrie, im Automotive-Sektor, im Maschinen- und Werkzeugbau sowie in der Medizintechnik um 90 Prozent und sorgen für die optimale Ausnutzung der Maschinenkapazität.

Neue Produktgruppe

Seit dem Jahr 2000 ist Stark Spannsysteme Teil der deutschen Roemheld-Gruppe, deren Gründung auf das Jahr 1707 als Friedrichshütte zurückgeht, und die heute mit 550 Mitarbeitern, 60 davon in Rankweil, weltweit tätig ist. Das Vorarlberger Unternehmen hat sich in den 20 Jahren zu einem wichtigen Teil der Gruppe entwickelt. Das zeigt sich auch an den Investitionen in Rankweil.

Im Jahr 2017 übersiedelte Stark aus Götzis ins Rankweiler Gewerbegebiet Römergrund. 6,5 Millionen Euro wurden damals in den Neubau investiert. Nun steht bereits eine Erweiterung an. „Wir übernehmen von Roemheld eine ganze Produktgruppe von der Entwicklung bis zur Produktion“, erklärt Stark-CEO Martin Greif auf VN-Anfrage. Das bedingt mehr Platz. Geplant ist eine Erweiterung des Standorts, die auf dem eigenen Grund erfolgen soll. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen soll bereits im Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden, so Greif.

Die neuen Produktionsflächen werden auf zwei Seiten an das bestehende Gebäude angegliedert, außerdem sind im Neubau, der eine Photovoltaikanlage erhält, u. a. Aufenthaltsräume und eine Lobby geplant. Die Kosten für den Zubau beziffert das Unternehmen mit rund 2,4 Millionen Euro. Mit der neuen Produktgruppe, die von Deutschland nach Österreich wandert, und dem neuen Gebäude geht auch eine Austockung des Personals einher, bereits jetzt wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.

Schwieriges Jahr 2020

Der Bau ist auch ein Zeichen für den Restart, denn der Betrieb wurde 2020 von den Lockdowns hart getroffen. Alle Branchen, die beliefert werden, waren im vergangenen Jahr Opfer der Pandemie, vom Flugzeugbau bis zur Produktion medizintechnischer Produkte. „Wir haben über 30 Prozent weniger Umsatz gemacht“, berichtet Greif. Im letzten „normalen“ Jahr betrug dieser rund zehn Millionen Euro. Die Mitarbeiter waren in Kurzarbeit, die Zeit wurde aber auch für Neuentwicklungen genutzt. Für heuer sieht Greif die Zahlen und Aufträge wieder steigen.