Deutsche Banken erheben Strafzinsen

Markt / 11.04.2021 • 18:41 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Frankfurt In der Pandemie legen viele Geld auf die hohe Kante, doch immer häufiger werden größere Summen zum Minusgeschäft. Inzwischen verlangen 300 Geldhäuser in Deutschland vor allem für Tagesgeld ein Verwahrentgelt von meist 0,5 Prozent. In den ersten 100 Tagen des laufenden Jahres führten mehr als 100 Geldhäuser Strafzinsen ein. „Aktuell kommen nahezu täglich weitere hinzu“, berichtet Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Nach seiner Einschätzung hat Corona den Trend beschleunigt. „In der Pandemie legen viele ihr Geld lieber aufs Konto, statt es auszugeben. Für Banken ist das ein Problem, denn sie zahlen selbst Strafzinsen auf überschüssige Einlagen“, sagte Maier. „Je mehr Spargelder sie annehmen müssen, desto größer wird der Druck auf die Kreditinstitute, diese Kosten an ihre Kunden weiterzugeben.“