Faire Textilien statt schönem Schein

Markt / 19.04.2021 • 22:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
„Faire Arbeitsbedingungen nur durch stetiges Engagement“, sagt Stefan Grabher. FA
„Faire Arbeitsbedingungen nur durch stetiges Engagement“, sagt Stefan Grabher. FA

Mary Rose ist Pionier bei der fairen Textilproduktion.

Dornbirn Die Fashion Revolution Week hat am Montag begonnen und dauert bis 25. April: „Diese Aktionswoche soll daran erinnern, wer unsere Textilien macht und unter welchen Bedingungen dies häufig noch immer geschieht“, sagt Stefan Grabher, geschäftsführender Gesellschafter von Mary Rose. Als das weltweit erste reine Heimtextilienunternehmen und bislang einziges Unternehmen Österreichs darf das Dornbirner Unternehmen seine Produkte mit dem Fair Wear Label auszeichnen. Gemeinsam mit seinem Team von Mary Rose und Paptex arbeitet Firmenchef Grabher beharrlich daran, die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten außerhalb Europas weiter zu verbessern. Wie alle Mitglieder wird Mary Rose dabei von Fair Wear umfassend und regelmäßig kontrolliert.

„Durch die engmaschige Überprüfung haben wir eine hohe Sicherheit, dass die vereinbarten sozialen Standards vor Ort auch eingehalten werden. Garantie gibt es leider trotzdem keine, faire Arbeitsbedingungen schaffen wir also nur durch stetiges Engagement und laufende Kontrollen“, sagt Grabher. Heimtextilien ethisch-sozial und nachhaltig herzustellen, sei ein Prozess: „Wir haben bis heute schon vieles erreicht, aber immer wieder werfen uns äußere Faktoren auf unserem Weg ein Stück zurück.“ Vor allem die Pandemie habe mit ihren drastischen Auswirkungen auf die globalen Lieferketten einige Jahre Entwicklung gebremst.

Umso wichtiger sei es jetzt, die Revolution in der Textilindustrie voranzutreiben. Es brauche gesetzlichen Druck, um menschenwürdige Rahmenbedingungen durchzusetzen. Mindestens genauso wichtig seien mündige Konsumenten, die sich nicht vom schönen Schein blenden lassen, sondern genauer hinschauen. „Diese Aktionswoche soll daran erinnern, wer unsere Textilien macht und unter welchen Bedingungen dies häufig noch immer geschieht“, so Grabher.