Digitale Krisenexpertise

Markt / 23.04.2021 • 20:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
mayday soll helfen, Krisen in Unternehmen schneller und aktiver zu lösen. clavis
mayday soll helfen, Krisen in Unternehmen schneller und aktiver zu lösen. clavis

clavis entwickelt mit mayday intuitive Lösung für Notfall-Management.

Bregenz Was tun, wenn in einem Unternehmen ein Notfall eintritt? Sei es ein Unfall, eine Infrastrukturbeschädigung, eine Hausdurchsuchung, ein Cyberangriff oder ein Naturereignis. „Krisenhandbücher sind wichtig, um auf gewisse Szenarien vorbereitet zu sein“, sagt Dieter Bitschnau, Geschäftsführender Gesellschafter der clavis Kommunikationsberatung. Denn darin werden Handlungsfelder und Zuständigkeiten genau festgehalten. Wer leitet den Krisenstab, wer protokolliert die Ereignisse, wer ist rechtlich zuständig, wer für die Kommunikation? „So ein Handbuch in der Schublade zu haben, reicht allerdings nicht. Man muss es immer wieder trainieren“, so Bitschnau. Dabei werden konkrete Situationen simuliert. Denn wenn etwas passiert, seien die ersten Stunden entscheidend.

Bei clavis beschäftigt man sich an den Standorten Bregenz, Innsbruck und Wien seit vielen Jahren mit Krisenkommunikation und hat in diesem Bereich nun den Sprung ins digitale Zeitalter geschafft. „mayday“ heißt das Krisenmanagementsystem, mit dem im Akutfall schnell und aktiv gehandelt werden kann – egal welche Größe oder wie viele Standorte ein Betrieb hat. Herzstück ist das digitale Cockpit, das auch mittels App funktioniert. Tritt ein Ereignis ein – sei es ein Vorfall, ein Notfall oder eine Krise –, übernimmt mayday. Hinter jedem Szenario sind die entsprechenden Maßnahmen hinterlegt. Zunächst gilt es, das Ereignis und die betroffenen Prozesse zu beurteilen. Sofort wird dann übers Handy eine Krisensitzung einberufen. Dank bereits hinterlegter Aufgaben, können Zuständigkeiten an die entsprechenden Personen zugewiesen werden. Im Cockpit laufen dann koordiniert alle Informationen zusammen. Am Ende wird der gesamte Vorgang automatisiert in Form eines Protokolls zusammengefasst. „Aktuell gibt es nichts Vergleichbares“, so Bitschnau.

Enormer Druck

Das Bewusstsein in den Unternehmen, auf Krisen vorbereitet sein zu wollen, nehme stetig zu, so der Kommunikationsexperte. Die Coronapandemie habe dieses noch einmal verstärkt. „Natürlich gibt es auch jene, die sagen, man könne eine Krise nicht vorhersagen. Ja, aber die Frage ist, wie gut ich damit umgehe, wenn sie eintrifft. Das kann auch darüber entscheiden, ob ein kleiner Vorfall hocheskaliert oder ein großer Vorfall schnell und aktiv abgefedert werden kann“, so Bitschnau. Denn wenn etwas passiere, sei der Druck durch Öffentlichkeit, Mitarbeiter, Kunden, Politik oder Medien oft so hoch, dass ein Agieren ohne Fahrplan schnell im Chaos ende. VN-reh

„Ein Vorfall kann überall passieren. Die Frage dabei ist, wie bin ich vorbereitet und wie gehe ich damit um.“