Bußgeldantrag gegen weiteren Baukonzern

Markt / 26.04.2021 • 19:43 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Wien In den Ermittlungen zu einem Baukartell hat die Wettbewerbsbehörde BWB einen weiteren Bußgeldantrag gestellt. Dieser richte sich gegen sieben Gesellschaften eines österreichischen Baukonzerns. Dem Vernehmen nach handelt es sich um ein börsenotiertes Unternehmen. Die Strabag verneint, dass der Antrag sie betrifft. Die Porr wollte keine Kommentar abgeben.

Das mutmaßliche Kartell bestand laut BWB zumindest von 2002 bis 2017. Mehr als 40 Bauunternehmen stehen im Verdacht, daran beteiligt gewesen zu sein. Es geht um mehrere Tausend Ausschreibungen. Die einzelnen Auftragssummen lagen großteils zwischen 50.000 Euro und 60 Mill. Euro. Die BWB wirft ihnen vor, den Wettbewerb ausgehebelt zu haben, um sich gegenseitig zu Aufträgen zu verhelfen und um Marktanteile und Margen zu sichern. Demnach sollen die Firmen über rund 15 Jahre Preise festgesetzt, Kunden und Märkte aufgeteilt und sensible Informationen ausgetauscht haben.