So trägt ein Bauunternehmen zum Klimaschutz bei

Markt / 08.05.2021 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So trägt ein Bauunternehmen zum Klimaschutz bei
Gute Erfahrungen hat das Feldkircher Unternehmen mit dem Hybridbagger germacht.  FA

Bauunternehmen Hilti & Jehle testet E-Baumaschinen und E-Fahrzeuge.

Feldkirch Im vergangenen Jahr hat die Elektrifizierung des Individualverkehrs richtig Fahrt aufgenommen. Und auch in der Bauwirtschaft tut sich einiges – gerade in Vorarlberg. Der Nenzinger Baumaschinenhersteller Liebherr hat bereits mehrere Maschinen und Bagger mit Akku entwickelt, ebenso hat die Tochterfirma des Lauteracher Baumaschinenspezialisten Huppenkothen, Suncar, elektrische Versionen von drei konventionellen Dieselbaggern entwickelt und die dazugehörigen Prototypen sowie Kleinserien gebaut, die bereits im Einsatz sind.

Pilotprojekt

Das Feldkircher Bauunternehmen Hilit & Jehle testet in einem Pilotprojekt derzeit Elektro-Lkw sowie Elektro-Kleinbusse und hat den ersten Hybrid-Bagger im Einsatz. Das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit werde im Unternehmen sehr ernst genommen, erklärt Philipp Wessiak, Leiter der Logistik bei Hilti & Jehle: „Die Klimaziele betreffen uns alle und deshalb möchten wir zeigen, dass auch die Baubranche einen wertvollen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten kann.“

Hilti &amp; Jehle-Logistikleiter Philipp Wessiak: „Auch die Baubranche kann einen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten.“  <span class="copyright">FA</span>
Hilti & Jehle-Logistikleiter Philipp Wessiak: „Auch die Baubranche kann einen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten.“  FA

In einem ersten Schritt prüft Hilti & Jehle, in welchen Bereichen der Einsatz von Elektromotoren Sinn macht. Derzeit werden vor allem elektrische Kleinbusse und Pritschenwagen von unterschiedlichen Herstellern getestet: „Wichtig ist für uns, dass die Busse vollbesetzt sein können, der Transport von kleinerem Baugerät sowie Material möglich ist und auch Heizung oder Klimaanlage richtig funktionieren“, so Wessiak.

Heuer wurde außerdem ein Diesel-Bagger mit Hybrid-Motor angeschafft, der bereits im firmeneigenen Werk in Götzis im Einsatz ist. Wessiak ist bislang zufrieden: „Der Bagger erweist sich als gute Investition. Er fährt nur sehr kurze Strecken, alle Schwenkbewegungen funktionieren vollelektrisch. Somit reduziert sich der Dieselverbrauch deutlich und damit auch die Umweltbelastung.“

Elektro-Lkw im Testlauf

Bereits in diesem Sommer startet die Firma als erstes Bauunternehmen im Land den Testlauf mit einem Elektro-Lkw, die in einem ersten Schritt hauptsächlich innerbetrieblich eingesetzt werden: „Wenn wir hier vom Verbrennungsmotor auf Elektromotor umstellen könnten, würde das langfristig eine erfreuliche CO2-Reduktion und auch eine deutliche Lärmminderung bringen“, erklärt Wessiak.

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