So wurde die BTV um Millionen betrogen

Markt / 21.06.2021 • 20:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
So wurde die BTV um Millionen betrogen
Einem Wiener Geschäftsmann und Zahntechniker gelang es mit gefälschten Papieren, die BTV zu schädigen. FA

Zahntechniker legte der Bank gefälschte Verträge vor.

Innsbruck Ein Wiener Zahntechniker steht im Verdacht, die Bank für Tirol und Vorarlberg AG (BTV) mit Sitz in Innsbruck um mehrere Millionen Euro betrogen zu haben. Dabei soll er mittels Scheinfirmen und scheinbar ahnungslosen Strohleuten in Österreich und Deutschland die Bank dazu gebracht haben, ab 2019 Geschäfte zu finanzieren, die es offenbar nie gab, berichtete das „Profil“. Ein Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) bestätigt die Ermittlungen, auch der Vorstandschef der BTV, Gerhard Burtscher, bestätigt den Betrugsfall. Laut dem Sprecher der Staatswanwaltschaft wird bereits seit Herbst 2020 gegen sechs Beschuldigte in Richtung Betrug und Geldwäsche ermittelt.

Der Zahntechniker soll zur Geschäftsanbahnung im Jahr 2018 der Bank Verträge mit angeblichen Geschäftsbeziehungen zu Dentallaboren in Österreich und Deutschland vorgelegt haben, die Fräsen zur Herstellung von Zahnimplantaten benötigen würden. Burtscher betont im Gespräch mit den VN, dass die Bank sämtliche Richtlinien eingehalten habe und nicht etwa wegen zu lascher Kontrollen Opfer geworden sei. Dies sei auch so bestätigt worden. Während das Nachrichtenmagazin von einer Summe von rund 6,4 Millionen Euro spricht, beziffert Burtscher die Schadenssumme auf rund drei Millionen Euro und spricht von “hoher krimineller Energie”.

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