Wer den Käse nach Deutschland rollt

Markt / 22.06.2021 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Affinierte, also veredelte Käse, sind eine Spezialität des Unternehmens Käse Moosbrugger mit Sitz in Mäder.  <span class="copyright">FA</span>
Affinierte, also veredelte Käse, sind eine Spezialität des Unternehmens Käse Moosbrugger mit Sitz in Mäder.  FA

Käse Moosbrugger wächst stark: eine Million Euro investiert, Personalstand erhöht.

Mäder Der Käsehändler und -veredler Käse Moosbrugger in Mäder hat im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von elf Millionen Euro erzielt. Nach Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters Stefan Fessler ist das ein Plus von mehr als zehn Prozent gegenüber 2019. Die durch Corona ausgelöste Wirtschaftskrise sei auf der Absatzseite bislang kein Thema gewesen. Auch die Ertragssituation bezeichnete Fessler als zufriedenstellend positiv. 

1300 Tonnen

Im Vorjahr habe das Unternehmen rund 1300 Tonnen Käse verkauft. Das Wachstum stamme nahezu ausschließlich von den Exportmärkten. Der Exportanteil liegt bei fast 80 Prozent. Dabei hätten einerseits bestehende Kunden mehr Ware geordert und andererseits seien neue Abnehmer auf Käse Moosbrugger aufmerksam geworden. Der Käsehändler ist insbesondere in Deutschland und Frankreich tätig. Für das Wachstum brauche es eine ständige Weiterentwicklung des Produktsortiments, so Fessler. 

Mehr als 90 Prozent seines Umsatzes erzielt Käse Moosbrugger mit dem Großhandel, der Rest entfällt auf den Einzelhandel. Das Unternehmen bezieht den Käse von Herstellern aus dem Bregenzerwald, der Schweiz sowie aus Teilen Europas. Etwa die Hälfte des gehandelten Käses wird in Mäder auch affiniert, also veredelt. Am Markt tritt man mit der Eigenmarke “Wäldergold” auf. Den allergrößten Umsatzanteil erzielt Käse Moosbrugger mit Private Labels, die je nach Kundenwunsch geliefert werden.

Stefan Fessler, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des erfolgreichen Vorarlberger Käsehändlers Käse Moosbrugger.  <span class="copyright">Foto: VN/KH</span>
Stefan Fessler, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des erfolgreichen Vorarlberger Käsehändlers Käse Moosbrugger. Foto: VN/KH

In den vergangenen Monaten hat Käse Moosbrugger rund eine Million Euro am Stammsitz in Mäder investiert. Das Geld floss insbesondere in die Erweiterung des Maschinenparks mit zusätzlichen Schneide- und Abpackmaschinen. Gleichzeitig wurde ein neuer Produktions- und Hygieneraum samt Hygieneschleuse errichtet. Der Personalstand stieg dadurch von 16 auf 20 Mitarbeiter.

Stefan Fessler ist Geschäftsführer und Mehrheitseigentümer (51 Prozent). Die restlichen Anteile hält die Firma Sutterlüty.

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