Wie die Baubranche in die Deponiefrage aufs Tempo drückt

Markt / 10.07.2021 • 07:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wie die Baubranche in die Deponiefrage aufs Tempo drückt
Damit Kompetenz geschärft und Bürokratie abgebaut wird, fordert Bauinnungsgeschäftsführer Hilmar Müller eine Kompetenz-BH.  FA

Baubranchen gründen Expertengremium zur Behebung des Deponieengpasses.

Feldkirch Die Anfang Jahr vorgestellte Deponiestudie prognostiziert in den nächsten Jahren eine massive Verknappung der Deponieräume. doch neue Deponien zu schaffen, ist ein Thema, das nicht nur bei den Baufirmen, sondern auch bei Anrainern und Naturschützern für Nervosität sorgt.  Es müsse aber rasch gehandelt werden, denn es dauert Jahre, bis geeignete regionale Standorte überhaupt gefunden und dann genehmigt werden. „Die betroffenen Branchen in der Wirtschaftskammer haben daher beschlossen zu handeln und haben gemeinsam ein offenes Expertengremium gegründet“, erklären Lukas Fleisch, wirtschaftspolitischer Sprecher in der Wirtschaftskammer Vorarlberg und Hilmar Müller, Geschäftsführer der Bauinnung.

Auch wenn das Problem langfristig gelöst werden müsse, seien kurzfristige Maßnahmen rasch umsetzbar. Eine deutliche Reduzierung könne durch die Bündelung der behördlichen Kompetenzen in Fragen mineralischer Rohstoffe und Deponien an einer BH erzielt werden. Die Vorteile: einerseits die Harmonisierung von Verfahren und Vollzug sowie ein damit verbundener Expertise- und Erfahrungsaufbau. Daraus könnte in weiterer Folge eine generelle Verfahrensbeschleunigung resultieren. So wie in anderen Bereichen bereits praktiziert, wäre auch für „Rohstoff- und Deponieangelegenheiten“ eine eigene „Kompetenz-Bezirkshauptmannschaft“ anzustreben. Die Bündelung in einer BH würde im Sinne von Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit Synergieeffekte schaffen, sind die Vertreter des Expertengremiums in der Wirtschaftskammer überzeugt. Eine laufende Modernisierung und Verwaltungsvereinfachung sei auch im Interesse des Landes.