Hoteliers sind gegen verschärfte Regeln

Markt / 23.08.2021 • 22:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

ÖHV spricht von zusätzlicher Verunsicherung und Unverhältnismäßigkeit.

Wien Laut einer Umfrage der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) sind knapp zwei Drittel der Gäste und 72 Prozent der Mitarbeiter in den Beherbergungsbetrieben geimpft – deutlich mehr als im Österreich-Schnitt. „Wäre Österreich ein Hotel, wären wir der Herdenimmunität einen großen Schritt näher“, so ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer. „Jetzt über Verschärfungen zu diskutieren, ist nicht nur unverhältnismäßig, sondern schafft auch Verunsicherung.“

Der ÖHV-Umfrage zufolge funktioniere die 3-G-Regelung in der Praxis sehr gut und werde von den Gästen angenommen. 9 von 10 würden die Regelung sehr gut oder gut finden, nur einer von hundert Gästen reise an, ohne eine der drei Zutrittsvoraussetzungen zu erfüllen. Diese Gäste bekämen dann einen Gratistest oder könnten auf die lokale Testinfrastruktur zurückgreifen.

Verunsicherung

„Die künstliche Was-wäre-wenn-Debatte füllt vielleicht das Sommerloch, kostet aber die Hotels bares Geld. Mehr als ein Drittel der Betriebe berichten bereits über vereinzelte Stornos, weil die Gäste verunsichert sind“, wünscht sich Reitterer mehr Sachlichkeit. Dass Österreich mit 3-G einen erfolgreichen Restart der Wirtschaft hingelegt hat, ist für sie ein Teamerfolg: „Alle haben an einem Strang gezogen. Deshalb Null-Toleranz gegenüber schwarzen Schafen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss die Konsequenzen tragen.“

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