“Wir brauchen in Europa eine Impfpflicht”

Markt / 25.08.2021 • 18:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hotelier Johannes Pfefferkorn (Die Krone von Lech) bei
Hotelier Johannes Pfefferkorn (Die Krone von Lech) bei “Vorarlberg live”.

Hotelier Johannes Pfefferkorn hofft auf Planungssicherheit.

Schwarzach Wie geht es mit den Corona-Maßnahmen weiter? Wie wird der Winter für die Tourismusbetriebe? „Die Pandemie ist nicht vorbei“, sagt Hotelier Johannes Pfefferkorn (Krone, Lech) in „Vorarlberg live“. Um den Tourismus abzusichern, plädiert er deshalb für eine Impfpflicht. „Aber hier braucht es eine gesamteuropäische Lösung.“

Keine guten Anzeichen

Für die bevorstehende Wintersaison wären jedenfalls aus seiner Sicht klare Signale seitens der Politik wünschenswert. „Die Ferienzeiten sind gut gebucht, aber sonst stehen die Gäste eher auf der Bremse“, betont Pfefferkorn. Schließlich wisse niemand, welche Maßnahmen noch geplant seien. „Das sind keine guten Anzeichen für den Tourismus. Das gehört frühzeitig gedacht. Schließlich brauchen wir Planungssicherheit.“

Für den Sommer zieht Pfefferkorn eine recht positive Bilanz. „Der Sommer ist zwar schwierig angelaufen, aber wir haben schließlich profitiert. Bis jetzt hatten wir in Lech auch sehr, sehr wenige Coronafälle.“ Hoch sei der Anteil heimischer Urlauber gewesen. Das sei aber nicht ausschließlich Corona geschuldet. Die Zahl habe man schon in den Jahren zuvor steigern können. „Wir profitieren hier sicher auch von der Höhenlage. Bei uns gibt es Nächte ohne Klimaanlage und ein breites Angebot im Ort.“

Planungssicherheit sei nun auch für die Mitarbeiter wichtig. „Im vergangenen Winter hatten wir alle Mitarbeiter, durften aber letztlich nicht aufsperren. Auch deshalb brauchen wir klare Antworten“, so der Hotelier.

Die staatlichen Coronahilfen bezeichnet Pfefferkorn als wichtig, allerdings warte er immer noch auf das Geld vom Land Vorarlberg. „Ich hoffe, dass die Landesregierung ihren Versprechungen nachkommt. Es wäre dringend an der Zeit. Denn die Lage ist bereits jetzt existenzgefährdend.“

Auch zum Thema Bausperre für Zweitwohnsitze, wie sie in Lech beschlossen wurde, hat er eine klare Meinung. „Wir hoffen, dass weitere Tourismusgemeinden nachziehen. Und wir hoffen, dass es eine Änderung beim Investorenmodellparagrafen im Raumplanungsgesetz gibt. Gemeinden sollen selbst darüber entscheiden können, ob sie Investorenmodelle wollen“, so Pfefferkorn. Zudem wünscht er sich auch eine Gleichbehandlung bei den Abgaben. „Noch zahlen Hotels pro Bett mehr Abgabe als jemand für einen Zweitwohnsitz.“

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