Deshalb bündeln Photovoltaiker ihr Know-how

Markt / 27.11.2021 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Deshalb bündeln Photovoltaiker ihr Know-how
Vorzeigeprojekt SST Solar: Die Photovoltaik- und thermischen Solaranlagen erzeugen mehr Strom und Wärme, als im Unternehmen verbraucht wird. FA

Drei Vorarlberger Anbieter gründen gemeinsames Unternehmen.

Nenzing, Hohenems, Hörbranz Der Einstieg der illwerke vkw bei Doma Solartechnik ist in der Branche noch nicht verdaut, schon formiert sich der nächste starke Marktteilnehmer. Die Solar- und Photovoltaikanbieter SST Solar und A.B. Holding sowie der größte Vorarlberger Heizungs- und Sanitärgroßhändler Inhaus gaben bekannt, ihre Aktivitäten im Bereich Solar- und Photovoltaik in einem gemeinsamen Unternehmen zusammenzuführen und gehen gleichzeitig eine enge Kooperation mit EQ-Systems (zu 80 Prozent in Besitz der A.B. Holding) ein. Der Marktauftritt werde ab 1. Jänner 2022 unter SST Energy erfolgen, falls die Bundeswettbewerbsbehörde dem Zusammenschluss zustimmt.

Neues Leistungspaket

Ziel sei es, so die neuen Partner in einer Stellungnahme, den Kunden maximales Know-how und ein komplett neues Leistungspaket anzubieten. Renan Sen, Geschäftsführer der SST Solar GmbH in Nenzing, ist sich sicher: „Durch den Zusammenschluss können wir zukünftig noch mehr Leistungen und Qualität bieten und noch stärker auf die Wünsche unserer Kunden eingehen.“ Mit dem ausgebauten Leistungspaket werde nicht nur der stark wachsende Markt für regenerative Energie bedient, sondern ein wesentlicher Beitrag zur Energiewende geleistet. Bereits jetzt werde sowohl am SST Standort in Nenzing als auch bei Inhaus in Hohenems durch Photovoltaik und thermische Solaranlagen mehr Energie erzeugt als verbraucht. Zuversichtlich geht SST-Chef Sen von einem Umsatz von neun Millionen Euro pro Jahr aus, auch neue Arbeitsplätze sollen entstehen. “Der Personalstand soll in den nächsten Jahren massiv ausgebaut werden.”

Lösungskompetenz erhöht

Damit das Zusammenwirken von Solarthermie und Photovoltaik mit konventionellen Heiztechniken für die Gebäudetechnik noch besser gelinge, seien maßgeschneiderte Lösungen gefragt. Aus dem Zusammenschluss resultiert eine Erhöhung der Lösungskompetenz für Installateurpartner sowie Endkunden. Inhaus-Geschäftsführer Robert Küng ist überzeugt, dass die Zukunft der Gebäudetechnik in der Kombination von selbst erzeugtem Strom und energieeffizienten Wärmepumpen liegt.

Inhaus-Geschäftsführer Robert Küng:   „Die Zukunft der Gebäudetechnik liegt in der Kombination von selbst erzeugtem Strom und energieeffizienten Wärmepumpen.“  <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Inhaus-Geschäftsführer Robert Küng: „Die Zukunft der Gebäudetechnik liegt in der Kombination von selbst erzeugtem Strom und energieeffizienten Wärmepumpen.“ VN/Steurer

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